Menschen aus anderen Unterkünften kommen

Zahl der Bewohner im Caldener Flüchtlingslager steigt wieder

Calden. Seit Montag wächst die Zahl der in Calden auf dem alten Flugplatzgelände untergebrachten Flüchtlinge wieder deutlich an. 130 Menschen, die bislang in Lohfelden untergebracht waren, wurden in das nun mit festen Gebäuden ausgestattete Lager gebracht.

Das bestätigte der Sprecher des Regierungspräsidiums Kassel, Michael Conrad, gegenüber der HNA.

Wie berichtet, werden wegen der rückläufigen Zahl an Flüchtlingen in Deutschland mehrere kleinere Außenstellen nicht mehr benötigt. Die Menschen, die dort untergebracht sind, werden dann in die Erstaufnahme auf dem ehemaligen Flughafengelände gebracht. Das Lager hat eine Kapazität von 1500 Menschen. „Diese Grenze wird aber nie erreicht werden“, so Conrad. 

Nach der Ankunft der Flüchtlinge aus Lohfelden lebten am Montag 507 Menschen im Flüchtlingslager. Der nächste große Schub ist für Freitag vorgesehen. Dann steht der Umzug der Flüchtlinge aus Korbach nach Calden an. In der Waldecker Kreisstadt sind etwa 300 Menschen untergebracht.

Einen weiteren großen Zuwachs soll es nach den Worten von Conrad dann in der darauf folgenden Woche geben. „Für den 20./21. Juni erwarten wir die jetzt in Fulda untergebrachten Leute.“ Die genaue Zahl lasse sich noch nicht sagen, nach derzeitigem Stand seien es 460.

Rein rechnerisch würden damit knapp 1300 Menschen auf dem alten Flughafengelände ein Dach über dem Kopf haben. Vermutlich aber, so Conrad, werden es weniger sein. Da es sich in Calden um eine Erstaufnahme handelt, ist die Fluktuation groß. „Die Menschen werden an die Landkreise weitervermittelt“, betont der Sprecher des Regierungspräsidiums Kassel, das noch bis Ende des Monats für die Einrichtung verantwortlich ist. Dann wechselt die Zuständigkeit zum RP Gießen, da die Caldener Einrichtung eine Außenstelle der Gießener Erstaufnahme ist.

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