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Flugplatz Calden: Erste Flüchtlinge für Samstag erwartet

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Von: Göran Gehlen, Maximilian Holscher

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Soll Heimat für Flüchtlinge werden: der alte Flugplatz.
Soll Heimat für Flüchtlinge werden: der alte Flugplatz.

Calden/Wiesbaden. Bereits am Samstag werden die ersten Flüchtlinge auf dem alten Flugplatz in Kassel-Calden erwartet. Dort errichten Helfer ab Freitagmorgen Zelte, die insgesamt bis zu 1000 Personen beherbergen können.

Hintergrund ist, dass die hessischen Erstaufnahmeeinrichtungen völlig überfüllt sind. Das teilte Regierungspräsident Walter Lübcke am Donnerstag mit.

Dabei wird Calden keine eigene Erstaufnahmeeinrichtung, sondern bietet nur Unterkünfte. Die

Aktuelle Informationen

von der Pressekonferenz des Regierungspräsidiums hier auf

Kassel Live.

Flüchtlinge werden aus Erstaufnahmeeinrichtungen wie Gießen, Neustadt und Kirchheim mit Bussen gebracht und bleiben, bis feste Unterkünfte gefunden sind. Wie lange die Flüchtlinge im Schnitt auf dem Caldener Flugplatz leben werden, ist unklar. Die durchschnittliche Verweildauer in der Erstaufnahme liegt bei vier bis sechs Wochen.

In welchem Umfang Personal wie Sicherheitsleute und Ärzte für die Betreuung in Calden bereitgestellt wird, konnte Lübcke noch nicht sagen. Bisher gebe es nur Erfahrungswerte aus den anderen Einrichtungen.

Der Regierungspräsident betonte jedoch, dass auf dem Flugplatz kein Lager errichtet werde: Der Bau von Absperrungen diene der Sicherheit der Flüchtlinge. Denn auf dem nahen Flugfeld

Aktualisiert:

16.58 Uhr

starten noch Helikopter. Die Flüchtlinge könnten sich frei bewegen und die Zeltstadt verlassen.

 Aus gut unterrichteten Kreisen hieß es am Donnerstag, das Sozialministerium wolle Calden zum Abschiebeflughafen für Flüchtlinge machen, die keine Chancen auf Asyl haben. Deswegen sollte auf dem Airport Kassel extra ein Terminal für die Abschiebung gebaut werden. Das Sozialministerium erklärte dazu: „Wir planen keine zentralen Stellen und Unterbringungen, von denen aus Menschen in die Heimat zurückgeführt werden sollen.“ Auch Regierungspräsident Lübke dementierte.

Am Mittwoch war bekannt geworden, dass in Calden eine Unterbringungsmöglichkeit, bestehend aus Zelten, mit 1000 Plätzen entstehen soll.

Hinweis zum angekündigten Livevideo: Aufgrund von Vorgaben des Regierungspräsidiums können wir die Pressekonferenz leider nicht live übertragen.

Kurzclip: Der alte Flugplatz

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