Vereinbarungen sollen fortgeführt werden

Calden: Zuständigkeit für Flüchtlingslager wechselt von Kassel nach Gießen

Calden. Anfang des nächsten Monats wechselt die Zuständigkeit für das Flüchtlingslager in Calden. Ab 1. Juli ist nicht mehr das Regierungspräsidium (RP) Kassel für die Einrichtung verantwortlich, sondern das RP Gießen.

Der Grund: Weil sich die Anzahl der Erstaufnahmelager stark verringert habe, könne die Zuständigkeit wieder an die Hauptstelle in Gießen abgegeben werden, erklärt Michael Conrad, Sprecher des RP Kassel.

Um den Wechsel möglichst „ruhig und unproblematisch“ zu gestalten, wird es aller Wahrscheinlichkeit nach in den ersten Monaten eine Übergangslösung geben“, wie der Objektleiter des Flüchtlingslagers, Werner Liphardt vom RP Kassel, auf HNA-Anfrage bestätigt. Sein Vertrag ende am 30. Juni. Zurzeit würden aber Gespräche geführt, um speziell im Personalbereich zu verträglichen Lösungen für alle Beteiligten zu gelangen. Im Klartext: Liphardt könnte auch länger Objektleiter bleiben, heißt es unter der Hand.

Eine Übergangslösung ist auch ganz im Sinne von Caldens Bürgermeister Maik Mackewitz: „Das würde viel Sinn machen“, so der Rathauschef. Dem Wechsel der Zuständigkeit zum RP Gießen hatte er skeptisch gegenübergestanden, weil er um wichtige Absprachen fürchtet, die mit dem RP Kassel getroffen wurden. „Ich hoffe, dass bewährte Vereinbarungen fortgeführt werden und die Zusammenarbeit mit Gießen genauso gut funktioniert, wie mit Kassel“, sagt Mackewitz.

Das Müllproblem brennt ihm dabei besonders auf den Nägeln. Dies war im vergangenen Jahr Reizthema im Ort, da rund um die Flüchtlingsunterkunft immer wieder Abfälle herumlagen. Über das RP Kassel wurden deshalb drei Zeitarbeiter zur Müllbeseitigung eingestellt. Mackewitz „hält es für dringend geboten, dass die Mitarbeiter auch weiterhin in Calden eingesetzt werden“.

Bisher habe es noch keine Gespräche mit Gießen gegeben.

Rubriklistenbild: © dpa

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