Calden verlängert Kredit für Biowärme

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Calden. Die Entscheidung fiel in letzter Minute: Die Biowärme Westuffeln kann ihr Projekt weiter verfolgen, Einwohner in Westuffeln und Obermeiser mit Fernwärme aus Biomasse zu versorgen.

Das Gemeindeparlament hat mit knapper Mehrheit entschieden, die Tilgung des Kommunalkredits zu verlängern. Die Biowärme hat nun 20 statt 16 Jahre Zeit, 2,8 Millionen zurückzuzahlen, weil Calden hilft: 35 000 Euro pro Jahr bis 2031 streckt die Gemeinde vor, später soll es das Geld von der Biowärme mit Zinsen zurückgeben.

In der vergangenen Sitzung hatte sich die Situation zugespitzt: Die Genossenschaft machte klar, dass sie ohne Verlängerung vor dem Aus steht und der Gemeinde ein Zinsschaden drohe. Teile des Parlaments hatten aber Bedenken. Ergebnis war eine Vertagung der Entscheidung und eine Liste an Punkten, die die Biowärme abarbeiten sollte. Am Donnerstagabend lagen alle Unterlagen vor: „Die Hausaufgaben sind erfüllt“, stellte Andreas Reichhardt, Vorsitzender der Gemeindevertretung, fest.

Sein Vorschlag: Zustimmung unter der Voraussetzung, dass die Biowärme beim Absprung von Wärmekunden ihre Berechnungen anpasst. Denn davon sei nach dem Beschluss der Genossen, die Kapitalanteile zu erhöhen, auszugehen. Außerdem kann Calden bei einem Rückzieher der Bank aussteigen. Trotzdem war einigen Parlamentsmitgliedern unwohl: „Wenn das heute negativ ausgeht, sind wir als Gemeindevertreter die Buhmänner“, sagte Irmgard Croll (FWG). Aber sie habe zahlreiche Zweifel und könne es nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren zuzustimmen.

Jürgen Düster (SPD) vom Gemeindevorstand forderte, Respekt vor der Entscheidung der Genossen zu haben, Geld nachzuschießen. Brigitte Gerstenberg (CDU) warb für Vertrauen in die Biowärme. Das bestand offenbar vor allem bei CDU und SPD, von denen die meisten Ja-Stimmen kamen. Es gab aber viele Enthaltungen.

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