190 Premierengäste hatten ihren Spaß

Eins mit Sternchen fürs Publikum bei der Premiere des Caldener Wintervarietes

Die Premiere des Caldener Wintervarietés in der Konzertscheune in Ehrsten unter Leitung von Berthold Braun riss das Publikum von den Sitzen. Auch unsere Kritikerin ist begeistert.

Der Blick ist unnachgiebig, der Ton scharf und das Notenbuch stets gezückt. Wenn sich Karl Heinz Helmschrot in Oberstudienrat Streng verwandelt und im braunen Cordjacket mit exakt gezogenem Seitenscheitel vor der Klasse steht, haben Schüler nichts zu lachen. Es sei denn, der Klassenraum befindet sich auf der Bühne und die Zuschauer werden zur Schülerschar. Dann tritt genau das Gegenteil ein.

Die mahnenden Worte und süffisanten Strafandrohungen des Moderators des Abends Helmschrot quittierten die 190 Premierengäste mit lautstarkem Gelächter und viel Applaus. Seinen selbst auferlegten Auftrag zur Wissensvermehrung erledigte er dennoch mit Bravour. Mit Blick auf die Künstler des Abends schlug er einen unterhaltsamen Bogen zum Klassenausflug und lud die Gäste ein: „Lassen Sie uns gemeinsam anschauen, was aus den Verhaltensauffälligen von damals geworden ist.“

Eine Jonglage-Künstlerin beispielsweise. Ariane Öchsner bewies bei ihrer Darbietung eindrucksvoll, dass sie keine gewöhnliche Show bietet. Mit anmutigen Bewegungen und einer aufwendigen Choreografie erzählt sie im Spiel mit ihren munter hin und her fliegenden Bällen anrührende Geschichten.

Wo gibt es den kleinsten Tornado der Welt? Oder das Eckige im Runden? Diese Fragen beantworteten Häcki mit seinem Sohn Möppi Ginda in ihrer Seifenblasen-Show und sorgten für staunende Gesichter im Publikum. Das Clown-Duo überzeugte aber auch in vielen anderen Rollen. Ob als ungeschickte Angler, tollpatschige Dompteure und völlig überforderte Hula Hoop-Künstler – stets hatten sie die Lacher auf ihrer Seite.

In schwindelerregende Höhen und Bewegungen begab sich auch Andrey Andreychuk bei seiner Handstandequillibristik. „Equilibistrik klingt wie ein Longdrink, ist aber eine hohe Kunst“, belehrte Oberstudienrat Streng mit erhobenem Zeigefinger einmal mehr das Publikum. Für selbiges und den begeisterten Applaus am Ende der zweistündigen Show hielt er übrigens Bestnoten bereit. Eins mit Sternchen, Hummelchen und Fleiß-Ameischen.

Gespielt werden die Vorstellungen des Wintervarietés bis Silvester donnerstags bis samstags ab 20 Uhr, sonntags ab 19 Uhr. Zusätzliche Aufführungen gibt es am Sonntag, 9. Dezember (14.30 Uhr), 25. Dezember (ab 10.30 Uhr mit Brunch) und 20 Uhr sowie am zweiten Weihnachtstag (15 und 20 Uhr).

An Silvester beginnen die Shows um 15 und 20 Uhr. Der Eintritt zu den 20 Uhr-Shows kostet meistens 32,90 Euro, zu den 19 Uhr-Shows 29,50 Euro. Zu den 19 Uhr-Shows am 2. und 9. Dezember ist mit der HNA-Abocard vergünstigter Eintritt möglich (Karte muss vorgelegt werden). Informationen und Buchungen über www.konzertscheune.de.

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