Caldens Ex-Bürgermeister Dinges will Zweckverbands-Direktor werden

Der Flughafen ist auch sein Werk: Andreas Dinges hält sich gerne auf dem Airport-Gelände auf. Hier nahm er seinen Abschied als Bürgermeister und hier bläst der Jäger ins Jagdhorn das Signal „Auf Wiedersehen“. Foto:  Henke

Calden. Andreas Dinges ist wieder guter Dinge. Der 50-Jährige hat seine Niederlage bei der Bürgermeisterwahl verwunden und bereitet sich auf neue berufliche und politische Aufgaben vor.

Denn tatenlos die Ruhestandsbezüge als Alt-Bürgermeister zu kassieren, sei seine Sache nicht. „Ich möchte gerne weiter etwas für die Region machen“, sagt er und verweist darauf, dass er schon in seiner aktiven Bürgermeisterzeit einiges für Calden und Nordhessen getan hat. Schließlich war er ja einer der Hauptakteure, die erfolgreich für den Bau des neuen Flughafens in Calden gekämpft haben.

Anforderungen erfüllt 

Daran würde Dinges gerne anknüpfen und neuer Direktor des Zweckverbands Raum Kassel (ZRK) werden. „Die Anforderungen würde ich voll und ganz erfüllen“, ist er überzeugt und zählt auf: 18 Jahre Verwaltungserfahrung, über 25 Jahren aktiv in der Kommunalpolitik, abgeschlossenes Universitätsstudium. Letzteres hätten nicht mal der Amtsinhaber und auch andere Bewerber nicht zu bieten. „Meine Bewerbung für den Posten werde ich demnächst abgeben.“ Allerdings: Dinges ist bewusst, dass seine Chancen nicht unbedingt die besten sind: Denn im Zweckverband haben mit Kassels Oberbürgermeister Bertram Hilgen und Landrat Uwe Schmidt Sozialdemokraten das Sagen - und die wollten natürlich wieder einen der ihren an der Spitze des ZRK positionieren, sagt Dinges. Deshalb habe wohl der ehemalige Vellmarer Bürgermeister Dirk Stochla die besten Chancen auf die Nachfolge von Andreas Güttler (SPD).

Aber wie immer die Besetzung des ZRK-Chefsessels auch ausgeht, Andreas Dinges will auch in der Politik weiter aktiv sein. „Die Katze lässt das Mausen nicht“, sagt er. Aktiv werden will der frühere Unabhängige demnächst bei der CDU. „Mein Aufnahmeantrag liegt bereits beim Kreisverband“, sagt er. Zur Kommunalwahl im nächsten Jahr wolle er dann auf der Kreistagsliste der Union kandidieren. „Ich denke, durch meinen Bekanntheitsgrad ist da was möglich“, sagt er.

Wolf kommt zurück 

Auch ehrenamtlich will Dinges weiter aktiv sein - und zwar im Naturschutzbeirat des Landkreises, in dem er seit 1989 sitzt. Dort will er sich künftig mit der Problematik der Großtiere Luchs und Wolf auseinandersetzen. „Wir müssen die Beutegreifer akzeptieren als Tiere, die begleitet werden müssen.“ Dinges geht davon aus, dass der Wolf schon bald wieder im Reinhardswald zu finden sein wird. Darauf müsse sich auch der Kreisjagdverein Hofgeismar, dessen Mitglied er ist, einstellen.

Andreas Dinges hat erkannt, dass auch im zwischenzeitlichen Ruhestand körperliche Bewegung sinnvoll ist. Deshalb hofft er, demnächst Zeit fürs Nordic Walking zu finden - beim TuS Meimbressen, seinem Heimatverein.

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