Onair überzeugen auf höchstem Niveau - Eisenhütte bewährt sich als Location

A capella mit Gänsehaut

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Gänsehautmoment: André Bachmann, Stefan Flügel, Patrick Oliver, Jennifer Kothe, Kristofer Benn und Marta Helwin sind Onair. Foto: G. Hoffmann

Veckerhagen. Mit vielen Vorschusslorbeeren wurde der Auftritt des A capella-Sextetts „Onair“ im Rahmen des Kultursommers Nordhessen angekündigt. Die Erwartungen des Publikums wurden noch weit übertroffen.

Erst 2013 gegründet, gewann Onair bereits in den ersten Monaten seines Bestehens renommierte Preise auf verschiedenen Festivals. Die Newcomer erwiesen sich als Senkrechtstarter in der deutschen A capella-Szene.

In der Eisenhütte Veckerhagen bewiesen die vier Männer und zwei Frauen, dass sie auch an diesem ungewöhnlichen Veranstaltungsort ein Musikerlebnis auf höchstem Niveau liefern können. Jeder Ton saß, die Stimmen harmonierten in Perfektion und die Arrangements überraschten positiv.

Gutmütiger Spott

Jeder der sechs Musiker übernahm Soloparts, gab ein kurzes Intro zu den Liedern oder erzählte etwas über die Gruppe. Gutmütiger Spott gehörte dabei durchaus dazu: „Normalerweise singt ein Bass immer nur Do-Da-Do-Bumm - unser Bass kann aber noch mehr!“ Und das bewies Kristofer Benn eindrucksvoll. Sein „Nothing Else Matters“ (im Original von Metallica) verursachte Gänsehautmomente. Es sollten nicht die einzigen bleiben.

Nach der Pause meldete sich Onair furios mit „The Wolf and I“ zurück, gefolgt von „Beautiful Day“ von U2. Dann war auch der Moment für Patrick Oliver gekommen, dem Publikum zu beweisen, dass tatsächlich keine versteckten Drums auf der Bühne sind, sondern er alle Vocal Percussions nur mit dem Mund erzeugte. Die Zuhörer waren hingerissen.

Erst nach zwei Zugaben - hier wurde das einzige Lied mit deutschsprachigem Text an diesem Abend gesungen - durfte Onair die Bühne in der Eisenhütte verlassen.

Gerne hätte sicherlich der eine oder andere Gast eine CD der Vokalkünstler erworben, doch die ist leider noch nicht fertig. „Erst im Herbst kann man sie erstehen“, so Patrick Oliver, „wir haben zwar alle Gesangsaufnahmen schon abgeschlossen, aber bis die CD wirklich perfekt ist, dauert es noch ein wenig.“ Bis dahin bleibt die Internetseite der Musiker, wo man sich über die Künstler informieren und auch Videos angucken kann. www.onaironline.de (zgi)

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