Gustav-Heinemann-Schule Hofgeismar feierte 40 Jahre Austausch mit der französischen Stadt Pont Aven

Chance auf lange Freundschaften

40 Jahre Schüleraustausch: Deutsche und französische Schüler erhielten ein Zertifikat für ihre Beteiligung am Austausch mit der Stadt Pont Aven. Vorn in der Mitte sind die Schülerinnen Theresa und Viktoria zu sehen, die durch das Programm führten. Foto: Schmidt

Hofgeismar. Die Stadt Hofgeismar feierte 2013 40 Jahre Städtepartnerschaft mit der idyllischen Stadt Pont Aven in Atlantiknähe. Der Schüleraustausch stand dazu von Anfang an in enger Verbindung. Grundlage war der 1963 geschlossene Elysee Vertrag.

Stadtrat Otto Dörigmann, betonte die Bedeutung von Städtepartnerschaft und Schüleraustausch. Helgard und Wolfgang Buschardt, ehemalige Lehrer, erlebten die ersten Austauschjahre ab 1976. „Die Kommunikation per Brief war umständlicher, dafür stellten die Schüler weniger Ansprüche. Höchstens Heimweh war mal ein Problem.“

Fünf Französischlehrer sowie der Schulleiter der Gustav-Heinemann-Schule Christoph Schwab hatten das Festprogramm der kooperativen Gesamtschule vorbereitet. Im Mittelpunkt standen 64 französische und deutsche Schüler der achten Klassen aus Real- und Gymnasialzweig. Sie hatten bisher zwei Jahre Französischunterricht. „Es ist eine unbelastete Generation, die sich begegnet. Die persönliche Beziehung ist wichtig.“, so Schulleiter Schwab. „Es besteht die Chance auf langjährige Freundschaften und das Verstehen einer fremden Kultur“. Bei Rückgang der Schülerzahlen könnte der kulturelle Austausch mit der für ihre künstlerische Vergangenheit (Gauguin) bekannten Stadt in Zukunft mehr Bedeutung erlangen. Schulleiterin Madame Rouglais, Pont Aven, sagte, dass „wir auf ihren Besuch warten, um erneut feiern zu können“.

Zwölf Tage verbringen die Schüler gemeinsam. So sind das Grenzmuseum, Hann. Münden, Tierpark Sababurg, Bergpark, Grimmmuseum und Caricatura in Kassel einzelne Programmpunkte. Der Gegenbesuch in Pont Aven findet Ende Mai mit einem Zwischenstopp in Paris statt. Sportliche Aktivitäten, ein Empfang im Rathaus sowie sich selbständig zu orientieren, sind vorgesehen.

Auftakt des Festaktes war ein James Bond-Titellied, fetzig gespielt vom Schulorchester. Die Theatergruppe amüsierte mit einer modernen Dornröschenversion, vorgetragen in Französisch. Dornröschen Katrin schlief stilecht mit einem Handy am Ohr.

Eine Schülerin der Gruppe „Jugend musiziert“ trat auf und die Tanz AG wurde beklatscht für Cha-Cha-Cha und modernen Disco Pop in rot-weißen T-Shirts. „Amis Pour Toujours - Freunde für immer“ und „Marmor Stein und Eisen bricht“ waren die Abschlusslieder, gesungen auf beiden Seiten der Festhalle. Die Schülerinnen Theresa und Viktoria begleiteten das Programm in Deutsch und Französisch. Alle Festreden wurden direkt übersetzt.

In der Aula fand dann der Ausklang bei Gesprächen, einem Buffet und poppiger Live-Musik der Schüler statt.

Von Harald Schmidt

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