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Das letzte Mal? Wieder trafen sich ehemalige Beberbecker in ihrer Heimat

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Beberbeck. Wie schön einst Beberbeck war und wie trostlos es heute erscheint, war häufig Thema beim 12. Beberbecker Treffen am Samstagnachmittag im örtlichen Bürgerhaus.

Mehr als einhundert ehemalige Beberbecker kamen mal wieder zusammen, um alte Freunde wieder zu treffen und sich gemeinsam an alte Zeiten zu erinnern. „Vielleicht war es dieses Mal das letzte Beberbecker-Treffen“, sagte Mitorganisator Wolfgang Hodeck aus Schöneberg.

Seit vielen Jahren würde die Zusammenkunft vom örtlichen Schützenverein veranstaltet und da es um diesen nicht gut bestellt sei, gebe es nach dessen Auflösung keine Organisatoren mehr. Doch davon ließen sich die Gäste, die überwiegend aus dem Altkreis Hofgeismar kamen, nicht die gute Laune verderben.

Nicht nur die gemeinsamen Jugenderinnerungen, auch der jetzige Zustand des Örtchens und die geplanten Veränderungen waren oft Gesprächsthemen. „Hier muss dringend etwas passieren, der Ort verkommt ja sonst total“, bemerkte Hildegard Wagner aus Kassel. Gegen eine Ferienanlage in kleiner Form hat die Seniorin nichts einzuwenden, „allerdings wie es ursprünglich geplant war, mit 6000 Betten, da bin ich strikt dagegen, das funktioniert meiner Meinung nach hier nicht“.

Auch Helmut Katzer aus Hofgeismar pflichete ihr bei: „Wenn hier in Beberbeck erst mal ein kleines Ferienressort entstehen würde, wären wir auf dem richtigen Weg“. Aufstocken könne man später immer noch. Als Argumente dafür führte der Hofgeismarer an, dass der Ort dringend Veränderungen brauche und die Region Arbeitsplätze. Obwohl sich viele der Gäste seit langer Zeit nicht gesehen hatten, lag eine vertraute Stimmung in der Luft.

Grundsätzlich sprachen sich alle mit Du an und wen man nicht sofort erkannte, da wurde einfach mal nachgefragt. „Wir hatten hier eine super Kindheit“, sagte Monika Klapp aus Schöneberg, „da wir alle wenig hatten, war der Zusammenhalt groß“. Bis Mitte der sechziger Jahre hatte Klapps` Familie das Lebensmittelgeschäft und die dazugehörige Gastwirtschaft in Beberbeck betrieben.

„Wisst ihr noch, dass es damals noch alles aus Schubladen gab und ich immer rumgehen und jede Familie nach der Fischbestellung fragen musste“? Auch wenn es heute längst nicht mehr so schön in Beberbeck ist, wie in den fünfziger und sechziger Jahren war, so kamen doch alle wieder gern zurück in ihre Heimat.

„Wenn ich den Krähenberg erreicht habe, muss ich erst mal anhalten, denn dann habe ich vor Aufregung einen richtigen Kloß im Hals“, sagte Hermann Meister, der vom Niederrhein angereist war. (zta)

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