Initiative gegen Rechtsradikale gewinnt Preis

Demokratiepreis für Gemeinde Wesertal

Der Verein „Wesertal ist bunt“ hängt ein Plakat auf mit der Aufschrift „Wesertal ist bunt! Kein Platz für Nazis!“.
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Einsatz gewürdigt: Der Verein „Wesertal ist bunt“ engagiert sich gegen Rechtsradikalismus und für demokratisches Miteinander. Das Foto zeigt Mitglieder bei einer Protestbannermontage.

Beim kommunalen Wettbewerb der Initiative „Offen für Vielfalt – Geschlossen gegen Ausgrenzung“ hat die Gemeinde Wesertal einen Sonderpreis erhalten.

Kassel/Wesertal - Die Gemeinde Wesertal hat mit dem Projekt „Wesertal ist bunt“ des gleichnamigen Vereins einen Sonderpreis für den vorbildlichen Einsatz für demokratische Werte erhalten. Die am Montag bekannt gegebenen Gewinner erhalten jeweils 4000 Euro. dem von der Bundeszentrale für politische Bildung geförderten Wettbewerb unter Schirmherrschaft des Kasseler Regierungspräsidenten Hermann-Josef Klüber hatten sich Kommunen aus den sechs nord- und osthessischen Landkreisen mit 34 Projekten beworben.

Weitere Sieger kommen aus Neuhof, Nentershausen, Baunatal, Homberg (Efze), Lichtenfels und Sontra. Wegen Corona findet die Ehrung im Frühjahr 2022 statt. Der erstmals ausgetragene Wettbewerb habe auf Anhieb gezeigt, welch vielfältige und engagierte Projekte im ländlichen Raum umgesetzt werden.

Der Verein aus Wesertal wurde ausgezeichnet, weil er sich entschieden extremen Gesinnungen, Hass, Fremdenfeindlichkeit und Diskriminierung entgegenstelle und sich mit Informations- und Bildungsangeboten für eine vielfältige, tolerante, respektvolle und offene Gesellschaft engagiere. Vor allem in der politischen Bildung und Jugendarbeit habe sich der Verein gegen die Ausbreitung von Rechtsextremismus in der Gemeinde stark gemacht, nachdem ein bekannter Rechtsextremer hinzugezogen ist. Mit großen Bannern und dem Verteilen von Broschüren wurde ein deutliches Zeichen für demokratische Werte gesetzt und gezeigt, dass in der Gemeinde kein Platz für Rechtsextremismus und Hass ist.

In einerersten Stellungnahme sagte Bürgermeister Cornelius Turrey, dass es wichtig sei, bürgerschaftliches Engagement zu ehren und anzuerkennen. Mit dem Preisgeld könnte der Verein nun künftige Projekte entspannter angehen ohne vor dem Problem zu stehen, zunächst nach einer Finanzierung suchen zu müssen.  (Thomas Thiele)

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