Gottsbürener erhalten 16.382 Euro für die Dorfentwicklung aus dem IKEK-Programm

Gottesbüren: DGH-Umbau kann starten

Die Substanz ist noch intakt: Das Gebäude des Dorfgemeinschaftshauses war früher die Dorfschule. Foto: Henke

Gottsbüren. Es ist ein über 100 Jahre altes Gebäude von solider baulicher Substanz. Doch im Inneren ist das Dorfgemeinschaftshaus Gottsbüren, das früher einmal die Schule des Ortes beherbergte, etwas in die Jahre gekommen.

Nun soll im Rahmen der Dorfentwicklung das Haus umgebaut und renoviert werden.

Weil die Steuerungsgruppe zur Dorfentwicklung die veraltete Toilettenanlage im Kellergeschoss als drängendstes Problem angesehen hatte, wird dieser Bereich als erstes angegangen. Heute nur über eine steile Treppe abwärts zu erreichen, sollen die WCs künftig im Erdgeschoss installiert werden. Die Gesamtkosten dafür sind mit 27 300 Euro veranschlagt. Das Projekt wird aus Mitteln der EUnion und des Landes Hessen mit insgesamt 16 382 Euro gefördert. Den Bewilligungsbescheid darüber übergab Landrat Uwe Schmidt am Donnerstag dem Hauptamtsleiter der Stadt Trendelburg, Manuel Zeich, der Bürgermeister Bachmann vertrat.

Freuen sich, dass der Umbau nun beginnen kann: (von links) Hauptamtsleiter Manuel Zeich , Stadtverordneter Erich Brandl, Landrat Uwe Schmidt, Stadtverordnete Sigrid Severit, Ortsvorsteher Heinrich Herbold, Peter Nissen (Servicezentrum Regionalentwicklung) und Stadtverordneter Wolfgang Rothermund. Fotos:  Henke

„Dorfgemeinschaftshäuser sind ein wichtiger Treffpunkt für ein Dorf“, sagte Schmidt, doch es sei mitunter auch eine Anpassung der Baulichkeiten an aktuelle Bedürfnisse erforderlich. Damit könne nun in Gottsbüren gestartet werden. Die Gottsbürener selber wollen kräftig mit Hand anlegen und viel in Eigenleistung erbringen. „Schon am kommenden Samstag wollen wir mit den vorbereitenden Arbeiten beginnen“, sagte Ortsvorsteher Heinrich Herbold.

Dem Landkreis sei es wichtig, dass auch die Orte im ländlichen Raum und an den Rändern nicht abgehängt werden. „Die Dörfer sind lebenswert und sollen es auch bleiben“, sagte Landrat Schmidt, der an das große Gottsbürener Kunstprojekt des Holländers Ton Matton im Sommer erinnerte.

Wurden früher nur einzelne Dörfer in das Dorferneuerungsprogramm aufgenommen, so ist Trendelburg eine der ersten Großgemeinden des Landes, die mit allen Ortsteilen in das heutige Integrierte Kommunale Entwicklungskonzept (IKEK) aufgenommen wurde. Peter Nissen, Leiter des Servicezentrums Regionalentwicklung, wies darauf hin, dass kommunale, sowie private Projekte, in den historischen Ortskernen mit bis zu 35 Prozent und maximal 45 000 Euro gefördert werden können. Auch Abrisse nicht mehr erhaltungswürdiger Bausubstanz seien mitunter möglich.

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