Auftakt beschlossen

Dorferneuerung der Gemeinde Wesertal startet mit Spielplätzen

Außer Betrieb: Auf dem Spielplatz im Park in Lippoldsberg sind mehrere Geräte wegen Beschädigungen gesperrt oder teildemontiert.
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Außer Betrieb: Auf dem Spielplatz im Park in Lippoldsberg sind mehrere Geräte wegen Beschädigungen gesperrt oder teildemontiert. Auch hier soll IKEK helfen.

Nach jahrelangen Vorbereitungen soll es nun mit den Projekten der Dorferneuerung in den acht Ortsteilen der Gemeinde Wesertal auch sichtbar vorangehen.

Wesertal/Gewissenruh/Lippoldsberg – Nachdem die Gemeindevertreter bereits die Beratung von Privateigentümern und die Verfahrensbegleitung genehmigt haben und diese ausgeschrieben wurden, hat das Parlament in dieser Woche zunächst zwei von ursprünglich sechs konkreten Projekten zur Umsetzung freigegeben – das sind die Umgestaltung des Paul-Héritier-Platzes in Gewissenruh (auch Wetterschutz) und die Erweiterung des Spielplatzes im Park in Lippoldsberg. Über den Fortschritt soll in den Ausschüssen berichtet werden.

Nochmal beraten

Für den in die Jahre gekommenen Dorfplatz in Gewissenruh sind im Zeit-, Kosten- und Finanzierungsplan 33 320 Euro angesetzt. Für die Erweiterung des Lippoldsberger Spielplatzes vor dem Rathaus sollen 59 000 Euro ausgegeben werden. Wie Bürgermeister Cornelius Turrey berichtete, hat ein Gutachter bei der jährlichen Überprüfung der Spielplätze in der Gemeinde eine Vielzahl von Schäden vor allem an Holzgeräten festgestellt, wo Handlungsbedarf bestehe. Die Gemeinde hole gerade Angebote ein. Dann zeige sich was die Maßnahme in Lippoldsberg kostet. 10 000 bis 11 000 Euro könnte der Ersatz von Spielgeräten in Heisebeck kosten. Im Haushalt 2021 sind 25 000 Euro für die Spielplätze vorgesehen, was bei weitem nicht für alle Geräte reiche. Das müsse dann nochmals beraten werden. Eventuell könne der Rest aus erhöhten Einnahmen durch Grundstücksverkäufe finanziert werden.

Obwohl der Bürgermeister unterstrich, dass bei den einzelnen Projekten im IKEK-Konzept immer noch Änderungen möglich seien, wurde die Freigabe von vier weiteren Projekten vertagt. Das sind die Konzeptentwicklung für zeitgemäßes und attraktives Wohnen in Wesertal (92 500 Euro), ein Konzept zur Aufwertung und Wiederbelebung der Marktstraße in Lippoldsberg (17 850 Euro), Konzepterstellung und Investorensuche für die Nutzung der leer stehenden Schule in Oedelsheim (29 750 Euro) sowie ein Entwicklungskonzept für neue Arbeitsplätze für Wesertal (35 700 Euro).

Gründe für hohe Kosten

Auf Nachfragen erläuterte der Bürgermeister das Zustandekommen der Projektliste und warum hohe Kosten allein schon für die Konzepte entstehen. Für das „attraktive Wohnen“ etwa sei der Umfang sehr weitgefasst und umfasse auch eine Gebäudebestandsaufnahme oder die Vorbereitung einer Gestaltungssatzung. Kritik der FWG an einer schlechten Öffentlichkeitsarbeit wies Turrey mit dem Verweis auf das schriftliche Konzept zurück, dass jeder Gemeindevertreter erhalten habe. Weil sich einige noch ins Thema einlesen wollten, wurden die übrigen vier Punkte vertagt. (Thomas Thiele)

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