Drei Grundschulen erhalten Zertifikate für Gesundheitskonzepte

Fahrradtraining: Im schuleigenen Verkehrsgarten lernen die Kinder der Grundschule Diemelaue alles über das richtige Verhalten im Verkehr.

Trendelburg / Grebenstein / Wahlsburg. Nichts kann die Zweitklässler der Burgberschule Grebenstein aus der Ruhe bringen: Mit Schlafmasken auf dem Gesicht sitzen sie im eigens eingerichteten Hörraum und lauschen einem Hörspiel. Keiner redet, volle Konzentration.

Dieser Unterricht ist Teil des Konzepts zur Lärmprävention. Für ihr besonderes Engagement in diesem Bereich wurde die Burgberschule vor kurzem ausgezeichnet: Sie erhielt dafür ein Teilzertifikat des landesweiten Projekts „Schule und Gesundheit“.

Auch die Grundschule Wahlsburg und die Grundschule Diemelaue in Trendelburg erhielten bei der Feierstunde in Helsa ein Zertifikat - für besonderes Engagement bei der Verkehrserziehung.

Nordhessen ganz vorne

Vor fünf Jahren habe der Schulamtsbezirk Kassel noch die Rote Laterne bei der Zahl der Zertifizierungen getragen, heute stehe die Region an der Spitze, sagte Michael Scholz vom staatlichen Schulamt. Neben den drei Grundschulen aus dem Kreisteil Hofgeismar bekamen sieben weitere Schulen aus dem Landkreis Kassel das Prädikat.

Die Burgbergschule hat das Zertifikat bereits zum zweiten Mal erhalten. Seit diesem Schuljahr ist der Hörclub bei den Erst- und Zweitklässlern fester Bestandteil des Stundenplans. „Die Kinder werden für das Zuhören sensibilisiert“, erklärt Lehrerin Katharina Salamon-Klose. Außerdem werde die Sprachkompetenz gestärkt sowie soziale und emotionale Kompetenzen gefördert.

Konzentrieren sich voll und ganz auf ein Hörspiel: Die Zweitklässler der Burgbergschule Grebenstein. Im eigens hergerichteten Hörclub wird die Konzentration durch nichts gestört.

Die Grundschule Trendelburg verfügt inzwischen über drei Teilzertifikate. Der schuleigene Verkehrsübungsplatz, ein spzielles Training zum sicheren Busfahren sowie die Teilnahme am „Adacus“-Projekt des ADAC waren ausschlaggebend. „Sicherheit im Straßenverkehr ist ein wichtiges Thema“, sagt die stellvertrende Schulleiterin Ute Prengel. Deshalb üben die Kinder zum Beispiel, wie sie richtig über Zebrastreifen und Ampel gehen und wie sie sich an der Bushaltestelle verhalten müssen.

Im Stundenplan verankert

Ähnlich ist es an der Grundschule Wahlsburg. Zum ersten Mal wurde die Schule für ihre Verkehrserziehung zertifiziert. Das Teilzertifikat Bewegung und Wahrnehmung hat die Schule schon länger.

Für jeden Jahrgang ist das Verkehrstraining im Lehrplan verankert. In der ersten Klasse lernen die Kinder das richtige Überqueren der Straße und das Verhalten an der Bushaltestelle. In der zweiten Klasse steht Radfahrtraining auf dem Stundenplan, bevor schließlich alle Schüler in der vierten Klasse die Fahrradprüfung absolvieren.

„Das ist das alljährliche Programm, alles, was wir in diesem Bereich für wichtig erachten“, erläutert Schulleiterin Barbara Maier-Schöler.

Von Julia Schwekendiek

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