Bis April fließt erst mal Insolvenzgeld für Beschäftigte

Klinik- und Rehazentrum Lippoldsberg: Drei Monate Geld für 340 Mitarbeiter

Lippoldsberg. Der Betrieb des Klinik- und Rehazentrums Lippoldsberg läuft trotz Insolvenzanmeldung erst einmal weiter. Die Patienten werden versorgt und die 340 Mitarbeiter erhalten Geld. Die Löhne und Gehälter sind sogenanntes Insolvenzgeld, das aus einem Topf bei der Bundesagentur für Arbeit stammt.

Normalerweise werde das Insolvenzgeld erst ausgezahlt bei Eröffnung der Insolvenz und nicht schon bei Anmeldung. Dafür, dass die Mitarbeiter der Lippoldsberger Klinik aber in diesen Tagen doch schon Insolvenzgeld erhielten, habe Insolvenzverwalter Dr. Franz-Ludwig Danko von der Kanzlei Kübler gesorgt. Das teilte Sebastian Glaser vom Kölner Pressebüro Moeller PR mit, das für Kübler die Pressearbeit organisiert. So habe Danko bereits vergangenen Freitag die Vorfinanzierung der noch ausstehenden Februar-Gehälter veranlasst.

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Insgesamt wird Insolvenzgeld für drei Monate gezahlt. Damit können Ärzte und Mitarbeiter der Klinik noch bis April bezalt werden. Wie es danach weitergeht, ist heute noch nicht klar. Der vorläufige Insolvenzverwalter verschaffe sich zunächst einen Überblick über die wirtschaftliche Situation der gemeinnützigen GmbH, sagte Glaser. Ziel sei die Sanierung des Unternehmens.

Denkbar sei zum gegenwärtigen Zeitpunkt die Übertragung der Klinik an einen neuen Eigentümer oder ein Insolvenzplan. In einem Insolvenzplanverfahren verzichten die Gläubiger üblicherweise auf einen Teil ihrer Forderungen, erhalten im Gegensatz dafür aber umgehend einen Teilbetrag ihrer offenen Rechnungen ausgezahlt. Letztlich entscheidet das Insolvenzgericht über die Eröffnung einer Insolvenz. Jetzt komme es erst einmal darauf an, den Klinikbetrieb zu stabilisieren, sagte Glaser. Bei der Sanierung werde man eng mit der Geschäftsführung, der ärztlichen Leitung und der Mitarbeitervertretung zusammenarbeiten.

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