Einbrecher versprühten Feuerlöschpulver in Diemeltalhalle: Über 50.000 Euro Schaden

Eberschütz. Wie die Vandalen haben unbekannte Täter in der Nacht zum Freitag in der Diemeltalhalle Eberschütz gehaust. Hohen Schaden richteten die Einbrecher an, in dem sie den Inhalt von drei Feuerlöschern in der gesamten Halle verteilten.

Die Stadt Trendelburg und der VfB Eberschütz, dessen Abteilungen in der Halle trainieren, gehen von einer Schadenssumme von über 50.000 Euro aus.

Wie ein Polizeisprecher mitteilte, hebelten die Unbekannten eine Seitentür der Halle auf. Im Inneren brachen sie weitere Türen und Schränke der Vereine auf. Offenbar auf der Suche nach Wertsachen. Auch dabei richteten sie erheblichen Schaden an. Ob und was möglicherweise entwendet wurde, müssen die Vereinsmitglieder noch sichten.

Ob die Tat möglicherweise mit Einbrüchen in verschiedene Scheunen der Umgebung in Zusammenhang steht, vermochte die Polizei noch nicht zu sagen.

Der VfB-Vorstand begutachtet den Schaden: Durch Feuerlöschschaum richteten Einbrecher in der Diemeltalhalle in Eberschütz einen Schaden von 50.000 Euro an.

„Diese zerstörerische Energie macht einen fassungslos“, sagte Walter Fehr, der sich mit dem VfB-Vorsitzenden Kai Harms, Stellvertreter Gerhard Stenda und Bürgermeister Bernhard Klug vor Ort beriet, was als Nächstes zu tun sei. Fehr, vor 16 Jahren Bauleiter während der Arbeiten an der Diemeltalhalle, hatte sich auch jetzt kundig gemacht. „Das Lösch-Pulver auf der Basis von Natriumchlorid kann nur mit Schutzkleidung und Spezial-Saugern entfernt werden. Bedenkt man, dass vom Fußboden über Matten und Stoffe bis zu den Instrumenten des Spielmannszuges alles damit überzogen ist, dann kostet das geschätzte 50.000 Euro und zusätzliche ehrenamtliche Arbeit“, stellte Fehr fest.

Einbruch in Diemeltalhalle: Täter beschädigten neue Leitungen

Erst vor wenigen Wochen war mit der Renovierung eines Teils der Halle begonnen worden. Die jetzt verbogenen Heizungsrohre wurden dabei erneuert. Über Schaden, Kosten und Frust hinaus sorgen die VfB-ler sich um den Fluss der Vereinsarbeit. Der Spielmannszug probte in der Halle für ein bevorstehendes Konzert, der Trainingsbetrieb ist gestört und wichtige Turniere stehen an. „Da zeigt man Engagement und dann passiert so etwas“, sagte Harms.

Die Eberschützer dürften sich durch solche Vorfälle nicht entmutigen lassen, lautete der Appell von Bürgermeister Bernhard Klug. Jetzt denkt der Vorstand daran eine Belohnung für Hinweise auf die Täter auszuloben. Die Polizei hofft indessen auf Zeugenhinweise. Die sollten an die Polizeistation Hofgeismar 05671/99 280 gehen. (kil/geh/ziv)

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