48 Wahlhelfer 

Europawahl im Kreisteil Hofgeismar: Bessere Wahlbeteiligung zeichnet sich ab

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Lange Liste: Die Wahlhelfer Ullrich Adam und Peter Bartz händigen hier Christel Weymann in der Stadthalle Hofgeismar die Wahlunterlagen aus (von links). Insgesamt waren 48 Wahlhelfer in diesem Wahllokal tätig, ein weiteres gab es am Brunnen. 

Dass die Wahlbeteiligung bei der Europawahl nie die Beste war, ist bekannt. Allerdings zeichnet sich in Hofgeismars Stadthalle schon nach den ersten Stunden ein leichter Aufwärtstrend ab.

Dieser nahm am Nachmittag sogar noch Fahrt auf. Sechs Wahlbezirke der Kernstadt werden hier von 48 Wahlhelfern in zwei Schichten betreut. Es ist das größten Wahllokal des Stadtgebiets. Mit Kaffee, Kaltgetränken und Keksen werden die Frauen und Männer hier bei Laune gehalten. „Außerdem gibt es für jeden noch das sogenannte Erfrischungsgeld, was 30 Euro sind“, sagt Daniela Pfeiffer vom Ordnungsamt. 

Während die einen in ihrer fünfstündigen Schicht Wahlbenachrichtigungen entgegennehmen, den Wahlzettel aushändigen und schließlich die Urne zum Einwerfen freilegen, haben die anderen, also die Wähler, in knapp drei Minuten ihr Geschäft erledigt. 

Nicht mal 30 Sekunden brauchen die meisten, bis sie mit zusammengefalteten Blatt wieder hinter der Abschirmung hervortreten - „ wer hier herkommt, weiß doch, wen er wählen will, da braucht man nicht lange zu überlegen“, sagte Jörg Tauber, auch wenn die Liste mit ihren 40 Parteien recht umfangreich sei. Außerdem muss man bei der Europawahl nur ein Kreuzchen tätigen, Erst- und Zweitstimme, wie etwa bei der Bundestagswahl gibt es hier nicht, „dafür aber Parteien wie „Die Violetten“, „Liebe“ oder „Menschliche Welt“ von denen man noch nie was gehört hat“, so Taubers Meinung. Immerhin hat man nach dem Wahlgang erstmal fünf Jahre Ruhe, bis dahin müssen die mehr als 700 Abgeordneten die Geschicke der Union leiten.

Zurück nach Hofgeismar, wo sich schon um 11 Uhr kleine Schnuddelgruppen im Stadthallenfoyer zusammengefunden hatten: „Neun Prozent Urnenwähler haben wir bisher, beim letzten Mal waren es 6,8 Prozent um diese Uhrzeit“, sagte Pfeiffer, die am Nachmittag um 15 Uhr sogar eine Beteiligung von 27,8 Prozent in ihrem Wahllokal verkündete. Das sei schon eine Steigerung, denn vor fünf Jahren seien es 19,7 Prozent zu dieser Zeit gewesen.

Konstanter Betrieb herrschte auch im Dorfgemeinschaftshaus in Hombressen, wo Bürger aus zwei Bezirken wählen konnten: „Ich hoffe, wir schaffen die 50 Prozent“, bemerkte Wahlhelfer Frank Rehbein um die Mittagszeit. 18 Prozent hatten zu diesem Zeitpunkt Urnenwahl gemacht plus der Briefwähler lag man im Wahlbezirk 71 allerdings schon bei 32 Prozent. Mit voranschreitender Zeit ging es auch hier weiter steil nach oben: So hatten um 16.30 Uhr 32 Prozent ihre Stimme im Lokal abgeben. „Wenn wir noch die Briefwähler hinzurechnen, sind wir bei 45 Prozent“, ergänzte Rehbein, einer von 18 Wahlhelfern Hombressens. Dort war es diesmal nicht einfach Helfer für die Wahl zu finden, wie es hieß.

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