Evangelische Gemeinde Hümme wird Mieter im alten Bahnhof

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Stempel drunter: Pfarrerin Astrid Schäfer (Mitte) und Dirk Altmann (links) als Vertreter der Kirchengemeinde unterzeichneten den Mietvertrag mit dem Verein Generationenhaus Hümme, den Vorsitzender Markus Mannsbarth (rechts), Kassenwartin Manuela Forejt und Bauleiter Peter Nissen (von rechts) vertraten. Der 100 Quadratmeter große Saal mit Bühne und Trennwand wird bald fertiggestellt.

Hümme. Das evangelische Gemeindehaus in Hümme wird geschlossen. Damit die Gemeinde neben der Kirche noch einen weiteren Veranstaltungsraum hat, zieht sie als Mieter in das Mehrgenerationenhaus im alten Bahnhof ein.

Beinahe ein historischer Moment war es, als Pfarrerin Astrid Schäfer als Vorsitzende des Kirchenvorstandes gemeinsam mit ihrem Stellvertreter Dirk Altmann Stempel und Unterschrift unter das Dokument setzte, das der Kirchengemeinde künftig die Mietbenutzung des Gebäudes zusichert. Für den Verein Generationenhaus Hümme als Vermieter unterzeichneten der Vorsitzende Markus Mannsbarth und die Kassiererin Manuela Forejt. Die Ausarbeitung des sehr detaillierten Vertrages nahm einige Zeit in Anspruch, „damit wir uns gut vertragen“, wie es hieß.

Verzögerungen bei den Ausbauarbeiten gab es, weil der Auszug der noch im Erdgeschoss untergebrachten Bahntechnik länger dauerte als gedacht, berichtete Bauleiter Peter Nissen: „Es lief aber alles sehr freundlich ab“.

Die enormen Eigenleistungen der Hümmer Freiwilligen, zuletzt beim wochenlangen Farbeentfernen vom alten hölzernen Treppengeländer, sind bald beendet. Dazu gehörte unter anderem der Ausbau des gesamten Dachgeschosses und des Obergeschoss, wo Vereine einziehen werden.

Eigenleistungen fast fertig 

Nicht mehr genutzt: Das evangelische Gemeindehaus in Hümme (vorne rechts) wird aus Kostengründen geschlossen, ebenso wie das angrenzende städtische Gemeinschaftshaus (dahinter). Sie werden voraussichtlich nach dem Umzug verkauft.

Im Erdgeschoss werden jetzt fast nur noch Fachfirmen tätig sein. Der große Veranstaltungssaal wird mit einer Trennwand in einen 40 und einen 60 Quadratmeter großen Saal aufgeteilt, es gibt eine mobile Bühne mit Bühnenbeleuchtung sowie eine fünf Meter breite Kinoleinwand mit Surround-Tonanlage.

Der Raum wird später von vielen Vereinen und Institutionen für Soziale und kulturelle Angebote genutzt werden können, darunter Volkshochschule und Musikschule. Nach ausführlichen Absprachen mit der Denkmalpflege werden die beiden derzeit mit undurchsichtigem Sicherheitsglas versehenene Toröffnungen zur alten Schalterhalle mit Glas- und Stahlelementen ausgestattet, so dass der Raum transparent erscheinen wird.

Im August werden die Baufirmen ihre Arbeiten mit dem Verlegen des Parkettbodens abschließen, der September ist dem Putzen und Nacharbeiten gewidmet. Die Eröffnung ist am 3. Oktober geplant, dann werden sich auch die örtlichen Vereine mit Veranstaltungswochen präsentieren.

Massivster Eingriff ins Gebäude war die Herausnahme der Trennwand im Saal, die durch einen riesigen Stahlträger ersetzt wurde. Von den dabei im Obergeschoss entstandenen Rissen sind einige erhalten

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