Die Weserfähre wurde zur Wartung und TÜV-Überprüfung nach Minden transportiert

Fähre auf großer Fahrt

Schlepper zieht Lastesel: An der Stahltrosse des Schleppschiffs begibt sich die Weserfähre auf die Strecke zur Werft. Foto: Huck

Hemeln/Veckerhagen. 200 Kilometer, eine so lange Strecke hat die Weserfähre seit zehn Jahren nicht zurück gelegt - nämlich seit dem Tag ihrer Anlieferung in Reinhardshagen. Seitdem überquert sie täglich den Fluss und setzt Menschen, Fahrräder, Autos und Bikes von Reinhardshagen nach Hemeln über und zurück. Für die Tour benötigt sie nur drei Minuten.

Am Samstagmorgen ging sie auf größere Fahrt. Ein Schlepper war gekommen, um das 25 Tonnen schwere Fährschiff in die Werft der Rosemeier Schiffsbau GmbH nach Minden zu bringen. Dort soll es gewartet, repariert und vom TÜV geprüft werden. Die Winden bekommen neue Lager, Reparaturen unter Deck sind fällig und die defekte Kühlwasseranlage muss instandgesetzt werden. Außerdem bekommt der schwimmende Lastesel einen neuen rutschfesten Belag, und sogar eine Toilette wird eingebaut.

Das Schleppschiff aus Minden hatte zwei Tage für die lange Fahrt flussaufwärts gebraucht, denn gegen die Strömung ist nur eine Höchstgeschwindigkeit von maximal sechs bis acht Kilometern in der Stunde möglich.

Wartungs- und Reparaturarbeiten werden etwa vier Wochen in Anspruch nehmen, dann soll die Weserfähre wieder einsatzbereit sein - so hofft jedenfalls Fährmeister Reinhard Bolte. Bevor das Fährschiff allerdings abtransportiert werden konnte, mussten der Fährenbetreiber und sein Sohn und Angestellter, Benjamin Bolte, noch einige Arbeiten erledigen. Sie entfernten lose Teile von dem Fährschiff, bauten Seile ab und lösten Schrauben.

Dann hieß es: Warten auf den Schleppkahn. Nur etwa zehn Minuten dauerte es, die Fähre mit dem Schlepper zu verbinden, dann gab es noch ein Wendemanöver auf der Weser, und schon befand sich die Weserfähre flussabwärts in Richtung Minden. (zwh)

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