Landkreis saniert Zufahrt

Fähre zwischen Veckerhagen und Hemeln steht zwei Wochen still

+
Überschwemmung im Jahr 2013: Ein Hochwasserschott wird dort trotz Straßensanierung nicht eingebaut.

Veckerhagen. Der Fährbetrieb zwischen Veckerhagen und Hemeln wird ab dem 20. März für zwei Wochen eingestellt.

Der Grund: Dann saniert der Landkreis die Zufahrt, die Kreisstraße 52 von der Bundesstraße 80 bis zur Weser. „Die Straße ist in einem schlechten Zustand und wir sind froh, dass wir die Straße jetzt sanieren können“, sagt Landrat Uwe Schmidt. Die Fahrbahnoberfläche sei aufgebrochen und gerissen. 

Damit die Fahrbahn wieder verkehrssicher werde, müsse man jetzt investieren, begründet Schmidt die Dringlichkeit der Sanierung. Erneuert wird die Straße auf knapp 300 Metern. Sie ist dann vollgesperrt.

„Die Gierseilfähre nach Hemeln kann für die Dauer der Arbeiten nicht von Pkw genutzt werden“, sagt Stefan Nebenführ, zuständiger Mitarbeiter des Sonderfachdienstes Verkehr und Sport des Landkreises Kassel. 

Radfahrer kommen weiterhin durch 

Für Radfahrer und Fußgänger werde die Weser allerdings auch während der Bauarbeiten erreichbar sein. Der Fährbetrieb ist während der Bauzeit eingestellt. 

Nebenführ: „Mit dem Hotelbetrieb sowie den betroffenen Anliegern haben wir uns im Vorfeld über die Erreichbarkeit ihrer Grundstücke abgestimmt.“ Die Kosten für die Sanierung belaufen sich auf rund 44.000 Euro.

Kein Platz für Hochwassersperre

Wenn es in der Weser Hochwasser gibt, steht dem Hotel Peter die Brühe vor der Haustür – im Zuge der Sanierung der Bundesstraße 52 war nun geprüft worden, ob ein Hochwasserschott dort eingebaut werden kann. Doch laut dem Landkreis war das nicht möglich.

„Im Vorfeld der Bauarbeiten hatte es umfangreiche Abstimmungsgespräche mit der Gemeinde Reinhardshagen und dem Regierungspräsidium Kassel gegeben“, heißt es vom Landkreis. Die Gemeinde habe geprüft, ob ein Hochwasserschott an der Kreisstraße eingebaut werden könnte.

Dies sei allerdings wegen der Lage eines Kanals und den Eigentumsverhältnissen der Stützmauer nicht möglich gewesen, an denen das Schott befestigt werden sollte und der negativen Auswirkungen auf die Gründung des Gierseils für die Fähre.

Das Regierungspräsidium Kassel hatte überlegt, den stark beschädigten Rampenbereich der Weserfähre im Rahmen der Sanierung der Kreisstraße zu erneuern. Das sei aber leider nicht organisierbar gewesen.

Die Planung und Ausschreibung für die Baumaßnahme hat Hessen Mobil im Auftrag des Landkreises übernommen – die Arbeiten werden von einem Unternehmen aus Beverungen ausgeführt.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.