Die potenziellen Beberbeck-Investoren suchen die Verbindung zur Region

Ferienresort Beberbeck: „Kleiner, aber feiner“

Ferienresort Beberbeck: Kleiner, aber feiner

Hofgeismar. Die Investoren, die kurz vor dem Einstieg in das Beberbeck-Projekt stehen, sehen es als realistisch an, dass bereits im Spätsommer mit dem Bau der Anlage begonnen werden kann.

Voraussetzung dafür sei allerdings, dass die Stadt Hofgeismar die baurechtlichen Voraussetzungen mit der Änderung des Flächennutzungsplanes und der Aufstellung des Bebauungsplanes rechtzeitig schaffe, sagte der Sprecher der Gruppe. Das bedeute nicht, dass dann schon die ersten Gebäude erstellt würden. Vielmehr könnten zunächst Vorbereitungen für den Aufbau der nötigen Infrastruktur getroffen werden.

Dazu gehöre beispielsweise die Wasserversorgung und die Entwässerung. „Der erste Spatenstich könnte im September erfolgen“, so der Sprecher. Die Investoren stimmten darin überein, dass das Thema „Nachhaltigkeit Vorrang genießt“. Das sei auch der Grund dafür, dass die überarbeitete Masterplanung „kleiner, aber feiner ausfällt als die ursprüngliche“, sagte der Sprecher.

Man setze auf die hohe Qualität des Angebots und auf die Verbindungen zu den besonderen kulturellen Attraktionen der Region. „Das wird die Marktchancen des Resorts national und auch international erhöhen.“ Um diese Chancen zu realiseren, haben sich die Investoren die renommierte Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft KPMG ins Boot geholt.

Als Justiziar dient der Gruppe der Rechtsanwalt Dr. Gerd Niebaum. Der heute 61-Jährige war von 1986 bis 2004 Vereinspräsident von Borussia Dortmund. In seine Ägide fielen die bislang größten Erfolge des Vereins. In der Dortmunder Kanzlei Dr. Niebaums sollen in der kommenden Woche die abschließenden Gespräche zwischen der Stadt Hofgeismar und den Investoren stattfinden.

Von Gerd Henke

Das sagt die CDU

„Wir fühlen uns in unserer Haltung pro Beberbeck bestätigt“, sagt Torben Busse, Fraktionsvorsitzender der CDU. „Wir sind froh darüber, dass nun Investoren mit eigenem Geld in das Projekt reingehen wollen.“ Das sei ein starker Beweis, dass das Projekt schlüssig ist. Das Ferienresort könnte einer der „großen Rettungsanker“ für die vom demographischen Wandel immer stärker betroffene Region werden. Ein gegenüber den alten Plänen abgespecktes Konzept sei für die Natur verträglicher, meint Busse. (geh)

Das sagt die WSD

„Dass uns nun wieder Investoren präsentiert werden ohne Namen und Gesicht, spricht für sich“, sagt WSD-Fraktionsvorsitzender Jürgen Knauf. Das erlebe man nun schon seit Jahren „und immer dann, wenn die Beberbeck-Gesellschaft Geld braucht“. Wenn der Bürgermeister unter Druck gerate, dann komme ein so genannter Investor. Namen, Zahlen und belastbare Unterlagen gebe es keine. „Das Ganze ist wieder eine Luftnummer“, sagt Knauf und kritisiert die Informationspolitik des Rathauses. (geh)

Das sagt die Linke

„Ich bin ziemlich empört, dass 37 Stadtverordnete aus der Zeitung erfahren müssen, dass Investoren Interesse zeigen“, sagt Linke-Fraktionsvorsitzender Dr. Christian Knoche. Eine solche Information hätte in die städtischen Gremeien gehört. „Die Geheimniskrämerei des Bürgermeisters kann ich nicht nachvollziehen“, so Knoche. Er erwartet, dass Namen, Zahlen und Fakten endlich auf den Tisch gelegt werden. Erst danach könne man beurteilen, „ob die Investoren Bonität und Seriosität mitbringen.“ (geh)

Das sagen die Grünen

„Es scheint, als hätten sich die Investoren diesmal an den Realitäten orientiert“, befindet der verkehrspolitische Sprecher der Grünen im Kreistag, Wolfgang Ehle. Die Abkehr vom überzogenen Megaprojekt hin zu einer nachfrage- und umweltgerechten Lösung, sei richtig. Die Integration in Strukturen wie das vom Kreistag diskutierte Projekt Naturpark Reinhardswald-Diemel seien vernünftige Ansätze. Beberbeck, das mit den vielfältigen Attraktionen der Region verbunden werde, habe gute Chancen. (geh)

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