Fest des Sängerbundes begeisterte Teilnehmer

Handelte schnell: Dass der Sängerbund-Präsident Franz Hampel flexibel ist, zeigte sich beim Auftritt des Gemischten Chores Burguffeln. Kurzerhand stand er als Notenständer zur Verfügung. Foto: Temme

Eine neue Ära wurde beim Sängerbund Warmetal am Samstagnachmittag in der Hofgeismarer Stadthalle eingeleitet.

Hofgeismar. Zeitgemäßer will sich die Chorvereinigung künftig ausrichten und davon konnten die Gäste beim diesjährigen Sängertreffen einen ersten Eindruck gewinnen.

Seit diesem Jahr wird der Sängerbund von Franz Hampel angeführt. Mit Herbert Klaft als Protokollant und zweite wichtige Kraft wollen sie ihrem Bund frischen Wind einhauchen. „Unser neues Logo sagt schon viel über unser Konzept aus, da kann man nämlich lesen, dass wir Lieder von heute singen“, erklärte Hampel aus Burguffelnen. Dieses Jahr löste der 68-Jährige Wolfgang Rehm als Präsident ab, der nach fast 30-jährigem Vorsitz das letzte Jahr die Vereinigung nur noch kommissarisch leitete.

Dass sich nun auch die Chorleiter mehr einbringen können, darüber freut sich Andreas Kowalczyk ganz besonders. „Erstmals wurden wir nun auch eingeladen und durften mitreden, was sehr wichtig ist.“ Schließlich sei auch ihnen stark daran gelegen, die Chorarbeit nach vorn zu bringen und den Menschen Lust am Singen zu machen. Genau deshalb hat der Sängerbund nicht nur ein modernes Logo mit dem Wortspiel „Wir sind ganz ChOhr“ bekommen, sondern es soll demnächst auch eine Internetseite entstehen, wo man vieles über die 16 Chöre des Sängerbundes erfahren kann.

Fest des Sängerbundes Warmetal

Obwohl das Sängertreffen ganze vier Stunden währte, so kam doch keine Langeweile auf: Neben den acht mitwirkenden Chören gab erstmals auch ein kleines Ensemble, bestehend aus Chorleitern, Lieder zum Besten. „Auch das ist aus unserem erstmaligen Zusammentreffen entstanden - wir wollen unseren Sängern mal zeigen, was wir drauf haben“, bemerkte Kowalczyk. Dieser Auftritt kam so gut an, dass er mit tosendem Applaus bedacht wurde. Aber auch die acht Formationen aus dem Hofgeismarer und Wolfhager Raum sorgten für gute Unterhaltung.

Mit besonders schönen Melodien verwöhnten der Erser und Niederlistinger Chöre die Gäste bei ihrem gemeinsamen Auftritt. Auch die Sänger aus Niedermeiser standen dem in nichts nach, steckten den Saal zum Mitsummen an. Stimmung kam mit dem Fürstenwalder Gesangverein auf, der sich an den Partyhit „Einen Stern, der deinen Namen trägt“ wagte. Eine klare Tendenz weg vom altbackenen Chorgesang hin zur modernen Bearbeitung konnte man allgemein feststellen.

So gab es weniger klassisches Liedgut, dafür mehr Gospel, Schlager und weitere zeitgemäße Lieder. Die fast 250 Sänger in der Hofgeismarer Stadthalle waren jedenfalls in allerbester Laune. Ilona Rüscher aus Westuffeln hatte dennoch großen Spaß: „Wenn ich gesungen habe, fühle ich mich so gut, da möchte ich am liebsten nach Hause fliegen.“

Von Tanja Temme

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