Schwelbrand verursacht über 100000 Euro Sachschaden - Kirche monatelang nicht nutzbar

Brand: Wallfahrtskirche Gottsbüren entging knapp Katastrophe

Gottsbüren. Ein stundenlang unbemerkter Schwelbrand in der Elektroinstallation hat in der Nacht zum Samstag in der Walfahrtskirche in Trendelburg-Gottsbüren einen Sachschaden von 100000 bis 150000 Euro verursacht.

Brand in Göttsbürener Kirche

Schwelbrand in Gottsbürener Wallfahrtskirche © HNA
Schwelbrand in Gottsbürener Wallfahrtskirche © HNA
Schwelbrand in Gottsbürener Wallfahrtskirche © HNA
Schwelbrand in Gottsbürener Wallfahrtskirche © HNA
Schwelbrand in Gottsbürener Wallfahrtskirche © HNA
Schwelbrand in Gottsbürener Wallfahrtskirche © HNA
Schwelbrand in Gottsbürener Wallfahrtskirche © HNA
Schwelbrand in Gottsbürener Wallfahrtskirche © HNA
Schwelbrand in Gottsbürener Wallfahrtskirche © HNA
Schwelbrand in Gottsbürener Wallfahrtskirche © HNA
Schwelbrand in Gottsbürener Wallfahrtskirche © HNA
Schwelbrand in Gottsbürener Wallfahrtskirche © HNA
Schwelbrand in Gottsbürener Wallfahrtskirche © HNA
Schwelbrand in Gottsbürener Wallfahrtskirche © HNA
Schwelbrand in Gottsbürener Wallfahrtskirche © HNA
Schwelbrand in Gottsbürener Wallfahrtskirche © HNA
Schwelbrand in Gottsbürener Wallfahrtskirche © HNA
Schwelbrand in Gottsbürener Wallfahrtskirche © HNA
Schwelbrand in Gottsbürener Wallfahrtskirche © HNA

Der Rauch füllte die gesamte Kirche und hinterließ eine dicke Rußschicht Dadurch ist die Kirche vermutlich monatelang nicht benutzbar.

Nach der Winterpause sollte eigentlich am Sonntag der erste Gottesdienst des neuen Jahres in der fast 700 Jahre alten Kirche stattfinden, in dem sich die neuen Konfirmanden vorstellen wollen. Der Gottesdienst mit 250 erwarteten Besuchern kann nicht im Pfarrhaus stattfinden, wie die übrigen Wintergottesdienste, sondern wird in die Reinhardswaldhalle verlegt. "Wir müssen das ganze Jahr neu planen", sagte Pfarrer Jürgen Schiller.

Die Raumpflegerin der Kirche hatte am Samstag gegen 10.30 Uhr die Kirche betreten und den dichten beißenden Rauch bemerkt. Feuerwehren aus sechs verschiedenen Orten kamen zum Einsatz, da zunächst nicht feststand, welchen Umfang das Feuer hat.

Ein Trupp mit Atemschutzausrüstung und einem Löschwasserschlauch tastete sich in der Kirche bis zum Sicherungskasten auf der Empore vor. Er war völlig zerstört, schwarze Eußwolken bedeckten die angrenzenden Wände und auch den gesamten übrigen Kirchenraum einschließlich Sitzbänken, Bibel, Altar, Fußboden, Wandmalereien und Fenster.

Der Brandherd befand sich nur etwa einen Meter von der wertvollen hölzernen Orgel entfernt. Unter ungünstigen Umständen, so sagte Einsatzleiter Oliver Bircher von der Feuerwehr Gottsbüren, hätte es offene Flammen geben können, die auf die Orgel und die hölzerne Empore hätten übergreifen können. Die Folgen wären dramatisch gewesen.

In der Nacht waren die elektrischen Nachtspeicheröfen der Kirche für den bevorstehenden Gottesdienst aufgeheizt worden. Mit kräftigen Lüftern blies die Feuerwehr den Rauch aus der Kirche. Der Schwelbrand hat jetzt enorme Folgekosten verursacht. Die erst vor wenigen Jahren kostspielig sanierte Orgel muss ebenso aufwändig gereinigt und möglicherweise sogar restauriert werden wie die wertvollen mittelalterlichen Wandgemälde.

Experten der Kriminalpolizei und der Denkmalpflege werden in den nächsten Tagen den Brandort intensiv untersuchen. Fest steht jedenfalls schon jetzt, dass die Kirche lange Zeit nicht mehr genutzt werden kann. Trotz der schnellen Lüftung hat sich ein beißender Geruch im Gebäude festgesetzt. Der schwarze Ruß klebt an allen rauen Stellen bis hoch unter der Decke und hat sich beim Abkühlen als schwarzer Teppich auf den gesamten Boden und das Inventar gelegt. (tty)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.