Feuerwehren übten in Oedelsheim

Kein Ernstfall: Dank der Mitarbeit einiger Mimen des DRK Oberweser fanden die Ersteinsatzkräfte bei dem Szenario Autounfall mit zwei verletzten Personen und dem Feuer in einer Firma sehr realistische Bedingungen vor. Foto: Herbold

Oedelsheim. Binnen kurzer Zeit sich auf verschiedenste Rettungseinsätze konzentrieren - das ist eine Fähigkeit, auf die seit einigen Jahren Feuerwehren an der Oberweser hinarbeiten. Am vergangenen Samstagvormittag war Oedelsheim der Übungsort für 40 Feuerwehrleute und Helfer aus Heisebeck, Gottstreu, Gewissenruh, Oedelsheim und die Uslarer Ortsteile Vahle und Fürstenhagen.

„Es ist alles insgesamt gut gelaufen“, sagten Oedelsheims Wehrführer Oliver Schnadhorst und Martin Jenne, die auch in Zusammenarbeit mit Dirk Biene vom Deutschen Roten Kreuz Oberweser die einzelnen Stationen ausgearbeitet und vorbereitet hatten.

Im Vordergrund standen immer die ersten Schritte. Dazu gehörten vor allem: Situation erkennen, Schritte einleiten, eventuell Verstärkung anfordern, Erstversorgung verletzter Personen.

So wurden laut Jenne und Schnadhorst extra kleine Gruppen gebildet, damit möglichst alle Einsatzkräfte verschiedenste Entscheidungen treffen mussten. Die Szenarien: Bei einem Autounfall und einem Feuer in einem Firmengebäude stand die Menschenrettung an erster Stelle. Auf dem Campingplatz war am Gasflaschenlager ein Behälter in Brand geraten und drohte zu explodieren. An einer Tankstelle war Treibstoff ausgelaufen. In einem Industriebetrieb war über die Brandmeldeanlage Alarm ausgelöst worden. Die Ersteinsatzkräfte bekamen in der Firma anschaulich den weiteren Werdegang erklärt, wie man per Plan und Laufkarten bis zum auslösenden Melder gelangt. An jeder Station war ein Feuerwehrmann, der die jeweilige Vorgehensweise der Einsatzkräfte schriftlich dokumentierte. Nach Beendigung jeder kurzen Übung fand sofort eine Manöverkritik statt: Was war gut, was hätte besser gemacht werden können?

„Wenn man diese Dinge gleich direkt bespricht, verinnerlichen die Einsatzkräfte jede Situation viel eingehender, als bei einer späteren Diskussion in großen Runde“, waren sich Jenne und Schnadhorst über den Erfolg des Konzepts einig. (zhb)

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.