Caldens Wehrleute bekommen jetzt für 1,82 Millionen Euro eine zeitgemäße Unterkunft

Das Feuerwehrproblem ist gelöst

Noch bestimmt der Bagger das Bild: Auf dem Hof des Gerätehauses wird ein Übungsplatz für die Aktiven angelegt, rechts der Anbau an die Fahrzeughalle. Fotos: Binienda-Beer

Calden. Caldens größtes kommunales Bauprojekt liegt gut im Zeitplan. Das um zwei Anbauten erweiterte Feuerwehrgerätehaus wird nach Auskunft aus dem Rathaus voraussichtlich im ersten Quartal des nächsten Jahres wieder seiner Bestimmung übergeben werden können. Noch präsentiert sich der Standort an der Flughafenstraße als imposante Baustelle.

Für 1,822 Millionen Euro entsteht in einer Kombination des 33 Jahre alten Gerätehauses mit zwei neu errichteten Trakten ein zeitgemäßes Funktionsgebäude für Brandschutz und technische Hilfeleistung.

Die Caldener Einsatzabteilung besteht aus 60 aktiven Feuerwehrleuten, darunter zehn Frauen, sowie 30 Kindern und Jugendlichen.

Profitieren werden sie alle: Nach langer Wartezeit wird es künftig separate Umkleide- und Sanitärräume für die weiblichen Einsatzkräfte geben, die ihrer männlichen Mitstreiter werden modernisiert und erweitert. Vor allem aber müssen sich die Jüngsten nicht länger als „Kellerkinder“ im feuchten Untergeschoss treffen. Sie wandern ans Tageslicht, bekommen neue Umkleiden und beziehen den bisherigen Schulungsraum. Für die Erwachsenen gibt es einen neuen.

In Verlängerung der Fahrzeughalle entstehen ein weiterer Stellplatz, erstmals eine Waschhalle für die Einsatzfahrzeuge sowie Raum für die Pflege und Lagerung der Schläuche.

In Zeiten äußerst knapper Kassen war die vom Parlament abgesegnete Großinvestition, für die der bauliche Startschuss in diesem Frühjahr fiel, von außen auch mit Kritik begleitet worden. Die Immobilie entsprach aber längst nicht mehr den gängigen Vorschriften. Der Gedanke an ein komplett neues Gebäude wurde schnell verworfen.

Bürgermeister Maik Mackewitz, der das Mammutprojekt gewissermaßen geerbt hat, teilt die Auffassung seines Amtsvorgängers: Ein Neubau an anderer Stelle, für den zudem eine geeignete Fläche hätte gefunden werden müssen, wäre mit geschätzten Kosten von mindestens 3,2 Millionen Euro noch deutlich teurer ausgefallen. Nach derzeitigem Stand bleiben die Ausgaben für Erweiterung und Modernisierung am alten Standort im kalkulierten Rahmen, heißt es aus dem Gemeindebauamt. Die erste Kostenschätzung von 1,5 Millionen Euro war dagegen nicht zu halten. Nicht zuletzt führten aktuelle Änderungen bei den Betriebsvorschriften zu zusätzlichen Ausgaben.

Die Tiefbau- und Rohbauarbeiten sind inzwischen weitgehend abgeschlossen. Demnächst beginnen die Schadstoffsanierung (Deckendämmplatten aus Glasfaser müssen entfernt werden), die Einrichtung des neuen Sozialtraktes und die Neupflasterung des Hofes.

Von Dorina Binienda-Beer

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