Vor Eindringlingen schützen

Flüchtlingsgebäude in Beberbeck umzäunt

Mit vereinten Kräften: Die Ortsverbände des THW aus Hofgeismar und Eschwege stellten gemeinsam einen Zaun auf. In vier Stunden hatten die 40 Helfer die Arbeit geschafft. Da auch noch ein Großzelt aufgestellt werden musste, waren einige bis weit nach Mitternacht in Beberbeck im Einsatz. Foto: Temme

Beberbeck. Auf Hochtouren wird seit Donnerstag die neue Flüchtlingsunterkunft in Beberbeck vorbereitet. Unter anderem wurde ein Zaun um zwei Gebäude gezogen.

Daran arbeitete das Technische Hilfswerk Hofgeismar (THW) mit weiteren Ortsverbänden am Donnerstagabend. In Beberbeck werden ab Samstag bis zu 200 Flüchtlinge erwartet. Sie sollen im Herrenhaus und einem Nebengebäude wohnen.

Es gehe bei Einzäunung des Geländes nicht darum, die Flüchtlinge einzusperren, sondern der Zaun solle die Asylbewerber vor Eindringlingen schützen, heißt es vom Regierungspräsidium. Mit 15 Helfern war das THW Hofgeismar ab 18 Uhr am Einsatzort.

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Ein riesiger Haufen mit Metallzaunteilen, die dazugehörigen Füße, Verbindungselemente und Sichtschutzfolie - all dies sollte in den nächsten Stunden zu einem 600 Meter langen Zaun werden. „Da wir das ja auch schon in Calden einen ganzen Tag lang gemacht haben, wissen wir wie es geht“, erklärte Markus Haffner.

Damit die Arbeit möglichst zügig vonstatten ging, hatte ein Hofgeismarer THW-Mitarbeiter seinen Radlader zur Verfügung gestellt. Und auch der Eschweger Ortsverband war mit einem solchen Fahrzeug in Beberbeck im Einsatz. „Da Eschwege einen Radlader besitzt, wurden sie zur Unterstützung mit 15 Mann angefordert“, erklärte Dirk Altmann vom Hofgeismarer THW. Später kam dann noch Unterstützung aus Wolfhagen zum Ausleuchten und gegen 23 Uhr traf eine kleine Gruppe mit einem Großzelt aus Montabaur (Rheinland-Pfalz) ein.

Bis in die Nacht 

Dass die Mitglieder des THW wissen, wie man koordiniert arbeitet, sah man bei den Aufstellungsarbeiten: Während die einen die Betonfüße verteilten, holten andere die Zaunelemente und wieder andere verbanden diese miteinander.

So hatten die Hofgeismarer und Eschweger in nur vier Stunden einen Zaun mit diversen Einfahrten und Sichtschutz aufgebaut. Auch dieses sei wichtig, denn die Flüchtlinge sollten von niemanden beäugt werden.

Gegen 22 Uhr verabschiedete sich ein Großteil der 40 THW-Mitarbeiter nach vier Stunden anstrengender Arbeit. Einige blieben noch, da erst spät das Zelt erwartet wurde.

„Bis 2 Uhr nachts haben die Aufbauarbeiten dafür gedauert“, sagte Dirk Altmann. Er ist überzeugt, dass dies nicht der letzte Einsatz in Sachen Flüchtlingen ist.

Erst vergangene Woche hatten die Hofgeismarer in Kassel ein Lager für Asylbewerber auf dem Gelände der Feuerwehrschule ausgeleuchtet. Da dort noch immer ihre Ausrüstung sei, hätten sie in Beberbeck Hilfe aus Wolfhagen dafür anfordern müssen.

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