Ausbildung bis Rente: Beatrice Dupont hat 48 Jahre in der Sonnen-Apotheke gearbeitet

Ein Job fürs ganze Leben

Ein ganzes Arbeitsleben in nur einem Betrieb: Beatrice Dupont wird ihren Chefs, Dr. Horst Fode (Mitte) und Christian Fode, als Mitarbeiterin fehlen. Foto: Voß

Reinhardshagen. Die Sonnen-Apotheke in Veckerhagen ist Beatrice Dupont mit den Jahren ein zweites Zuhause geworden. Seit 48 Jahren arbeitet die 63-Jährige in dem Haus in der Mühlenstraße. Im Alter von 14 Jahren hatte die gebürtige Veckerhägerin 1967 ihre Ausbildung zur Pharmazeutisch-Kaufmännischen Assistentin bei Apotheker Adolf Fode in ihrem Heimatort begonnen. „Glücklicherweise musste ich nie aus meiner Heimat weg, um Arbeit zu finden – ich bin nach meiner Ausbildung übernommen worden. Bewerbungen musste ich nie schreiben“, freut sich Dupont.

Die Arbeit in der Apotheke macht der 63-Jährigen heute noch genauso viel Freude wie zu Beginn ihrer Tätigkeit. „Hier konnte ich mich immer ganz frei entfalten und meine eigenen Ideen umsetzen“, strahlt sie.

Drogerie weiter ausgebaut

Neben ihrer eigentlichen Tätigkeit als Wareneinkäuferin, Logistikerin und Buchhalterin blieb der Mutter von zwei Kindern auch genügend kreative Energie, um die seit Jahrzenten in der Apotheke bestehende Drogerieabteilung weiter auszubauen. „Es ist mit den Jahren eine richtige Parfümerie geworden“, erinnert sich Dr. Horst Fode.

32 Jahre hat der Apotheker mit seiner Mitarbeiterin zusammengearbeitet, bevor er das Geschäft vor vier Jahren an seinen Sohn, Christian Fode, weitergegeben hat. „Auf diese Weise habe ich drei Generationen Apotheker Fode kennengelernt“, lacht Beatrice Dupont. Nicht nur beruflich, auch privat besteht zwischen Dupont und der Apothekerfamilie ein gutes Verhältnis. „Meinen jetzigen Chef habe ich hier im Haus aufwachsen sehen“, erinnert sie sich.

Die vierte Generation der Apothekerfamilie möchte die Veckerhagerin jedoch nicht mehr beruflich erleben: „Nach 48 Jahren ist nun Schluss“, ist Dupont überzeugt. „Jetzt ist Zeit, auch einmal andere ans Ruder zu lassen.“ Ende März geht sie in Rente.

„Ich musste nie Bewerbungen schreiben.“

Beatrice Dupont

Lang werde ihr die freie Zeit als Rentnerin nicht werden, vermutet sie. So stehen neben viel neuer Zeit mit Familie und Enkelkindern auch Reisen nach Irland, Rom und Dresden auf dem Programm der unternehmungslustigen Veckerhagerin. Außerdem plant sie, ihren Garten mit neuen Blumen umzugestalten.

Auch an ihrer alten Wirkungsstätte werde sie bestimmt das eine oder andere Mal vorbeischauen, ist sich Dupont sicher. „Aber dann nur noch als Kundin. Die Arbeit hier in Apotheke, Drogerie und Parfümerie überlasse ich ab nun meinen jüngeren Kolleginnen.“

Von Claudia Voss

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