Fußball statt Gebete:

Die Konfi-Cup-Sieger: Das Team aus der Kirchengemeinde Calden setzte sich sportlich durch. Im Finale behielt es mit 1:0 die Oberhand gegen Espenau. Die Hofgeismarer Stadtkirchengemeinde gewann indes den Fan-Pokal. Fotos:  Temme

Hofgeismar. Mal keine Gebete lernen oder sich mit Bibelstellen befassen, sondern Fußball spielen, hieß es am Dienstagnachmittag bei den Konfirmanden des Hofgeismarer Kirchenkreises.

Zum Konfi-Cup hatte der Kreis seine Konfirmanden geladen, von denen auch fast alle der Einladung ins Hofgeismarer Angerstadion gefolgt waren.

„Bis auf ganz wenige sind heute fast alle des Kirchenkreises dabei - so eine starke Resonanz hatten wir noch nie“, sagte Pfarrer Lothar Nasemann, Konfirmandenbeauftragter des Kreises. Genau genommen waren 320 Jugendliche dabei, die in 21 Mannschaften den gesamten Nachmittag über gegeneinander antraten. „Damit wir gut voran kommen, finden jeweils zwei Spiele parallel statt“, erklärte Nasemann. Bedingung war, dass in jeder Mannschaft mindestens ein Mädchen dabei ist. Jeweils sechs Spieler und ein Torwart bildeten eine Mannschaft, die bei jedem Spiel sieben Minuten ihr Bestes geben mussten. Doch das war für die meisten kein Problem, da sie alle ihre Fangruppe mitgebracht hatten. Mit bunt bedruckten Shirts, Transparenten, lustigen Schlachtrufen, Tröten und mehr wurden die Fußballer vom Spielfeldrand aus angefeuert. Besonders schön waren dabei die Mädchen der Hofgeismarer Stadtkirchengemeinde anzusehen, die als Cheerleader auftraten. Aber auch die Espenauer, mit ihrer lauten Trommel verschafften sich Aufmerksamkeit. Nicht zu übersehen war auch das riesige Transparent der Holzhäuser, die bescheiden „Wir sind die Geilsten“ selbstbewusst darauf verkündet hatten. Fast alle Mannschaften hatten sich im Vorfeld auf den Konfi-Cup vorbereitet, „doch ums Gewinnen ginge es ihnen gar nicht, die Stimmung hier sei so toll, dabei sein sei eben alles“, hieß es da von Seiten der Vaaker Konfirmanden, die sich wacker bis ins Halbfinale schlugen.

Sportlich überzeugte schließlich das Caldener Team, das im Finale Espenau mit 1:0 schlugen. Auch an die Fangruppen wurde eine Auszeichnung vergeben: Die holten die Hofgeismarer Cheerleader, die tatsächlich nicht müde wurden, ihr Team anzuheizen.

Auch wenn die meisten Konfirmanden die Gelegenheit nicht nutzten, neue Kontakte zu knüpfen, so wird doch die Veranstaltung an sich einen starken Eindruck hinterlassen haben. Immerhin konnten die Jugendlichen wahrnehmen, wie viele sich im Kreis für die Konfirmation entschieden haben. Im kommenden Jahr will das Organisationsteam die Veranstaltung wahrscheinlich früher beginnen, damit man am späten Nachmittag mit den Spielen durch ist. (zta)

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