Für Mitarbeiter und Gäste zuständig

Gastronomie und Hotels öffnen: Gastwirte im Kreisteil sind zwiegespalten

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Die Betreiberin des Restaurants und Hotels Deutsche Eiche in Grebenstein öffnet für ihre Gäste.

Nach rund acht Wochen dürfen Gastronomen und Hoteliers in Hessen ihre Türen ab morgen für Gäste öffnen. Auch im Kreisteil Hofgeismar laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren.

Doch die Meinungen über die Lockerungen gehen auseinander.

Kirsten Weiß, Betreiberin der Deutschen Eiche in Grebenstein, ist zwiegespalten: „Auf der einen Seite bin ich für den Schutz meiner Mitarbeiter und der Gäste zuständig. Auf der anderen Seite denke ich wirtschaftlich, dass die Lockerung zu spät kommt“, berichtet sie.

Es gelten strikte Regeln

Im Vorfeld haben sie und ihr Team viel leisten müssen, damit die vorgegebenen Auflagen erfüllt werden. „Pro Gast müssen fünf Quadratmeter Fläche gerechnet werden, damit die Abstandsregel eingehalten werden kann“ sagt Weiß. Bedienen dürfe Sie sowohl im Lokal als auch draußen. „Der Unterschied ist, dass wir im Innenraum Name, Anschrift und Telefonnummer von den Gästen erfassen müssen“, erklärt sie. Das diene dazu, dass im Fall einer Infektion eine Rückverfolgung stattfinden kann.

Doch nicht alle Gastwirte öffnen am Freitag wieder: „Wir gehen davon aus, dass jeder vierte bis fünfte Betrieb gar nicht öffnen wird, weil sich das Geschäft für ihn unter den aktuellen Bedingungen nicht lohnt“, sagt Anna Homm, Geschäftsführerin des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes in Nord- und Osthessen.

Wird sein Restaurant noch nicht öffnen: Ali Qureshi liefert weiterhin aus und lässt abholen. Er will seine Gäste und Mitarbeiter schützen.

Ali Qureshi, Besitzer der Pizzeria Leon in Gieselwerder, wird weiter keine Gäste empfangen. „Die Lockerung ist unpraktisch, die Auflagen zu hoch“, sagt der 32-Jährige. Aufgrund der Abstandsregel könne er im Restaurant und auf der Terrasse gleichzeitig nur 30 Leute empfangen. „Das lohnt sich nicht. Ich kann damit die laufenden Kosten nicht decken.“

Etwas unglücklich zeigt sich auch Michael Schumacher, Geschäftsführer des Burghotels in Trendelburg. „Wenn unser Hotel ausgebucht ist – eine Komplettauslastung ist in Hessen ja erlaubt – dann müssen wir das Restaurant für externe Gäste sperren, da wir nicht genügend Tische haben“, sagt er.

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