In Hofgeismar steht in 2016 vor allem die Entwicklung der Stadt im Fokus

Es geht um Bad und Stadthalle

Hofgeismar. Die Stadt Hofgeismar hat ein turbulentes Jahr hinter sich: Bürgermeisterwechsel, neuer Bahnhof, Hessentag, Flüchtlinge. Im kommenden Jahr fehlen Großereignisse wie das Landesfest. Langweilig wird es in der größten Stadt des Kreisteils aber sicher nicht werden. Wir sprachen mit Bürgermeister Markus Mannsbarth, was 2016 auf die Stadt zukommt und womit sich die Stadtpolitik wird beschäftigen müssen.

Bauprojekte

Bei den Bauprojekten entscheidet sich die Zukunft von zwei wichtigen Einrichtungen der Stadt: das Bad am Park und die Stadthalle. Im Bad ist das Dach marode. Das soll zum Anlass genommen werden, auch die Wärmeversorgung und Attraktivität der Einrichtung auf den Prüfstand zu stellen. Auch bei der Stadthalle lautet die Frage: „Reicht es, sie zu streichen oder ist auch die Nutzung nicht mehr zeitgemäß?“, sagt Mannsbarth. Auch Punkte wie die Technik und den Zugang für Behinderte müsse man sich ansehen.

Altlasten

Ein Standort für die DM-Drogerie ist mit der Manteuffelanlage gefunden, allerdings laufen dort noch Verhandlungen. Das leer stehende Autohaus Hild soll bald einem Getränkemarkt weichen. Und auch das alte Bindergelände soll nicht länger eine Ruine sein: „Ich bin zuversichtlich, dass sich da bald etwas bewegt“, sagt Mannsbarth.

Flüchtlinge

Wie sich die Flüchtlingskrise in Zukunft auf die Stadt auswirkt, ist laut Mannsbarth kaum abzuschätzen. Es hänge an der bundesweiten Lage. Bisher laufe es gut mit Flüchtlingen in Hofgeismar. Angesichts der guten Zusammenarbeit mit dem Landkreis – der verteilt die Asylbewerber – rechnet Mannsbarth nicht mit bösen Überraschungen.

Salzleitung zur Weser

Die Debatte um eine Salzleitung von K+S zur Oberweser wird Fahrt aufnehmen. Das momentan beginnende Raumordnungsverfahren biete aber wenig Möglichkeiten zum Widerstand. Erst in der nächsten Stufe, dem Planfeststellungsverfahren, ändere sich das. Man müsse auch sehen, wie sich das Land Hessen weiter in der Sache verhalte, sagt Mannsbarth.

Windkraft

In Sachen Windräder auf dem Heuberg „dürfte es eigentlich keine Streitigkeiten geben“, sagt Bürgermeister Mannsbarth. Der Grund: Die Verträge mit dem Projektierer WPD sind seit Langem geschlossen. Doch angesichts des aktuellen Kurses der CDU gegen Windräder im Wald wird das Thema sehr wahrscheinlich auch 2016 die Gemüter erhitzen.

Stadtteile

Mehr Mitsprache in Sachen Finanzen sollen die Ortsbeiräte haben. Sie sind deshalb gefragt worden, was in dem kommenden Haushaltsplan für die Stadtteile gebraucht wird. „Alle haben sich gemeldet“, sagt Mannsbarth. Die Wünsche würden eingearbeitet – sofern sie finanzierbar seien. Das sei aber meistens der Fall. Mannsbarth ist auch zuversichtlich, dass es 2016 gelingt, den Haushalt ausgeglichen zu halten.

Stadtentwicklung

Die großen städtischen Bauprojekte wie die Neugestaltung der Fußgängerzone waren 2015 dran, jetzt sollen private Eigentümer zum Zuge kommen, um die Stadt schöner zu machen. Hilfe gibt es durch Programme wie aktive Kernbereiche und das städtische Förderprogramm. „Das wird richtig gut angenommen“, sagt Mannsbarth. Man habe Veranstaltungen gemacht, wie Grünflächen zu nutzen und der Ladenleerstand zu bekämpfen seien. Als Beispiele für entwickelte Ideen nennt er einen Generationenspielplatz und einheitliche Schaufenstergestaltung in der Innenstadt. Auch kulturell sei durch das Kulturforum HOG – „Kultur für alle“ noch viel zu erwarten. „Da verspreche ich mir sehr viel von.“

Von Göran Gehlen

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