Schifffahrt liegt im Blut

Jürgen Noll leitet das Schiffermuseum in Gieselwerder

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Jürgen Noll hat das Schiffermuseum in Gieselwerder mitaufgebaut. Dort steht unter anderem ein original Schiffsdiesel. 

Die Weserschifffahrt liegt Jürgen Noll im Blut, denn in vierter Generation ist er der Schifffahrt verbunden. Ur-, Groß- und sein Vater waren Binnenschiffer mit eigenem Lastkahn.

Noll, Jahrgang 1952, ging vor 50 Jahren zur Polizei. Bis zu seiner Pensionierung vor fünf Jahren war er seit 1990 Dienstellenleiter der Wasserschutzpolizei in Hann. Münden.

Seit diesem Zeitpunkt engagierte er sich in seinem Heimatort für den Schifferverein, dessen Vorsitzender er zum 75-jährigen Jubiläum 2003 wurde. Er organisierte damals die Jubiläumsfeier mit einer Sonderausstellung über die Weserschifffahrt und stellte hierfür eine Festschrift zusammen.

Schiffermuseum war leerstehende Schule

Die Anregung des damaligen Landrats Udo Schlitzberger daraus eine Dauerausstellung zu machen führte dazu, dass Noll mit seinen Vereinskameraden die leer stehende alte Schule als Museum einrichtete. Viele Exponate konnte er durch seine Kontakte hierfür gewinnen. So ein großes Modell mit der Darstellung eines Öl-Unfalls auf einem Fluss. Oder ein original Schiffsdiesel, für den ein eigener Unterstand vor dem Museum errichtet wurde. 

Bei der Vorbereitung der Sonderausstellungen zu den Themen Auswanderung, Dampfschifffahrt, Schiffsverladestellen erhielt er viel Unterstützung. Noll hält bei jährlichen Treffen Kontakte zu anderen Schiffermuseen und Vereinen sowie zu der Weser-Museumsmeile. Pressearbeit gehört mit zur Museumsarbeit, hebt Noll hervor.

Konzerte am alten Dampfanleger

Mit seinen Vereinskameraden organisiert Noll Konzerte am alten Dampfanleger. Der Platz ist wie ein Schiff gestaltet. In geselliger Runde trifft er sich im Weinlädchen jeden Donnerstag. Hier werden mit Anleitung Volks- und Seemannlieder gesungen. Sie sind auf zwei CDs eingespielt. Bei Auftritten in Altenheimen sind diese Lieder sehr beliebt.

Seine ehrenamtlichen Tätigkeiten als erster Beigeordneter der Gemeinde erfordern einen größeren Zeitaufwand. Ein Beispiel ist die Fusion der Gemeinden Oberweser und Walsburg. 

Vertritt gelegentlich den Bürgermeister

Bei bestimmten Gelegenheiten vertritt er den Bürgermeister. Das kann beim Faßbieranstich beim Oktoberfest sein oder wenn Altennachmittage anstehen. Als Kreistagsabgeordneter ist er beim Landkreis Kassel in Ausschüssen für Umwelt und Abfall aktiv. Hinzu kommen zudem noch Gerichtstermine beim Sozialgericht in Kassel.

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