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Bürgermeisterwahl in Grebenstein: Nur Danny Sutor tritt im Mai an

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Von: Nela Müller

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Grebensteins Bürgermeister Danny Sutor
Strebt eine dritte Amtszeit in Grebenstein an: Der amtierende Bürgermeister Danny Sutor ist der einzige Kandidat für die kommende Wahl. © Gitta Hoffmann

Das Bewerbungsfenster für eine Kandidatur um das Amt des Bürgermeisters ist in Grebenstein seit Montag geschlossen. Eine große Auswahl werden die Bürger nicht haben.

Grebenstein - Nun steht fest: Danny Sutor (parteilos) wird schon wie bei der vergangenen Wahl vor sechs Jahren als alleiniger Bewerber am 8. Mai um den Posten ins Rennen gehen.

Kein Gegenkandidat – glücklich mache ihn diese Situation nicht, wie Sutor in einem Gespräch betont. „Betrachtet man die demokratischen Grundsätze, dann gefällt es mir nicht. Es findet so keine Vielfalt statt“, sagt der Bürgermeister, der seine dritte Amtszeit anstrebt.

Welche Auswirkung seine Einzelkandidatur auf die Wahlbeteiligung haben könnte, das vermag Sutor noch nicht zu sagen. 2016 hatten 54,4 Prozent der Grebensteiner Bürger den Gang zur Wahlurne angetreten beziehungsweise ihre Stimme per Briefwahl abgegeben. Damals hatte sich Sutor eine Beteiligung von 60 Prozent gewünscht. „Wir hoffen, dass so viele Menschen wie möglich ihr Kreuz machen werden. Damit dokumentieren wir auch, wie wichtig Demokratie ist“, sagt der Bürgermeister auf Anfrage.

Und wie stehen die Grebensteiner Parteien zur erneuten Kandidatur und weshalb wurden keine eigenen Anwärter ins Rennen geschickt?

SPD

„Es ist in Ordnung, dass Herr Sutor erneut kandidiert“, sagt die SPD-Fraktionsvorsitzende Elisa Winter. Die Arbeit mit ihm laufe gut, aber man warte auch ab, wie es in den kommenden sechs Jahren dann weitergehe. Für den Job des Bürgermeisters benötige man unheimlich viel Wissen, müsse vor allem in Verwaltungsangelegenheiten besonders bewandert und einfach der Mensch dafür sein. „Dass er in diesen Dingen Kompetenzen mitbringt, hat er in den vergangenen Jahren bewiesen“, so Winter weiter.

CDU

Unterstützung für die Kandidatur Sutors gibt es vonseiten der CDU. „Wir kommen aus einer Phase der absoluten Mehrheit der SPD in Grebenstein, welche 2021 gebrochen wurde. Nun sind die Parteien auf ein wechselseitiges Miteinander angewiesen. Keine Partei kann mehr alleine durchregieren“, sagt die Fraktionsvorsitzende Melanie Burghardt und fügt hinzu: „Die Moderation dieses wichtigen demokratischen Prozesses kann ein parteiloser Bürgermeister mit Verwaltungserfahrung zum jetzigen Zeitpunkt am besten erfüllen.“ Aus Sicht der CDU sei Sutor zudem noch zu jung, um ihn auf Kosten der Grebensteiner in Pension zu schicken. Das sei allerdings kein Freibrief für die Zukunft – bei der nächsten Wahl könnten die Karten neu gemischt werden.

FDP

Auch die FDP stellt keinen Kandidaten für das Amt des Bürgermeisters. „In diesen Zeiten jemanden zu platzieren, ist ein Problem. Wahlstände und Treffen mit Bürgern, das ist während der Corona-Pandemie zu riskant“, betont Heike Giede-Jeppe, Fraktionsvorsitzende der Freien Demokraten. Trotzdem sei es bedauerlich, dass es keinen Gegenkandidaten gebe. Für eine erneute Wahl Sutors spreche ihrer Meinung nach, dass er sich in vielen Bereichen auskenne und er sich in seinen bisherigen zwei Amtszeiten sehr für die Stadt eingesetzt hätte. „Vor allem das die Förderungen für das neue Freibad und die Stadtsanierungen angeht“, nennt sie Beispiele.

GsD

„Entgegen diverser Spekulationen hat die Wählergruppe Grebenstein Direkt sich im Vorfeld der anstehenden Bürgermeisterwahl gegen die Benennung eines eigenen Kandidaten entschieden“, heißt es vonseiten der GsD. In ihrer ersten Legislaturperiode möchte man sich auf die parlamentarische Arbeit konzentrieren. Wie die Situation in sechs Jahren aussehe, gilt es abzuwarten. Zur Kandidatur des aktuellen Amtsinhabers habe die GsD eine neutrale Haltung. „Positiv bewerten wir die Parteilosigkeit und damit die Offenheit gegenüber aller im Stadtparlament vertretenen Fraktionen“, sagt Kord Kayser, GsD-Fraktionsvorsitzender. Die Erwartungshaltung an den zukünftigen Amtsinhaber sei gekennzeichnet von Prinzipien wie Transparenz und umfassender Beteiligung von Mandatsträgern und den Bürgern. (Nela Müller)

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