Umgestaltung des Freibades und des Sauertalstadions

CDU-Vorschlag zu neuem Grebensteiner Sportzentrum kommt gut an

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Bad und Sportplatz: Das Grebensteiner Freibad muss erneuert werden. Ein Plan der CDU sieht vor, auch das dahinterliegende Sauertalstadion in die Neugestaltung einzubeziehen.

Mit ihrem Vorschlag, die Freizeitfläche zwischen Bundesstraße und Gärtenerei Fricke neu zu ordnen, sorgt die CDU in Grebenstein für lebhafte Diskussion. Sie stieß damit eine Diskussion an, deren Ende noch nicht absehbar ist. Fragen und Antworten zu dem Komplex.

Was möchte die CDU erreichen?

Sie will die Attraktivität der Stadt steigern. Die Kernpunkte ihres Antrages: Der Wohnmobilplatz wird vom ungünstigen Standort direkt neben der Bundesstraße zum Freibad verlegt. Zudem soll die Stadt prüfen, ob dort ein Zeltplatz eingerichtet werden kann. Das sei gut für Tourismus und den Bad-Besuch. Gleichzeitig soll der Eingang des Freibades von der West- auf die Nordseite verlegt werden. Er könnte dann gemeinsam mit dem Tuspo für das Stadion genutzt werden. Ein Gastronomiebetrieb dort wird angestrebt.

Was sagen die anderen Fraktionen zu dem Vorschlag?

Sie sind grundsätzlich auch dafür. Was Womo-Stellplatz und Zeltplatz anbelangt, gab es in der jüngsten Parlamentssitzung keine Gegenstimme, was die Verlegung des Stadion-Eingangs betrifft, gab es einige Enthaltungen.

Was sagt der Tuspo als Betroffener dazu?

Der moniert, dass über ihn aber nicht mit ihm gesprochen wird. Er kenne den Vorschlag nur aufgrund privater Gespräche mit CDU-Mitgliedern, sagt Tuspo-Vorsitzender Dr. Carsten Gundlach. Von der Stadt sei er nicht informiert worden. Auch zu der Parlamentssitzung hätte man ihn ja einladen können. In erster Linie betroffen ist die Fußball-Abteilung. Die ist auch „irritiert“, dass sie die Pläne vor allem aus der Zeitung erfahren hat. Sie stellt sich aber grundsätzlich nicht quer und ist für Gespräche offen, so Drtion Mazrekaj, der sportliche Leiter der Fußballer.

Warum hat die Stadt keinen Kontakt aufgenommen?

Sie verweist darauf, dass sie erst den Beschluss abwarten wollte. In diesem Beschluss heißt es ausdrücklich, dass der Tuspo in die Planung mit einzubinden sei.

Wird der Plan also umgesetzt?

Das ist völlig offen. Voraussetzung ist zunächst einmal, dass es überhaupt zu einem Neubau des Freibades kommt.

Ist das denn noch nicht sicher?

Nein. Es hängt, wie erwartet, an den Kosten des Neubaus. Eine Kommission setzt sich mit verschiedenen Plänen auseinander.

Wie ist der Diskussionsstand in der Kommission?

Der ist nicht bekannt. Sie tagt nicht-öffentlich, Zwischenstände werden selten nach außen kommuniziert. Derzeit wird offensichtlich ein Naturbad favorisiert. Bürgermeister Danny Sutor hatte stets betont, er wolle zunächst einmal alle Zahlen – sprich Kosten und Zuschüsse – auf dem Tisch haben, bevor es in den Entscheidungsprozess geht.

Ist dieses Vorgehen sinnvoll?

Ja und Nein. Ja, denn um sinnvoll zu diskutieren, benötigt es belastbarer Zahlen. Nein, denn eine breite öffentliche Meinung kann so in den Entscheidungsprozess nicht einfließen. Gerade aber die Öffentlichkeit ist wichtig, um die Akzeptanz einer, wie auch immer gearteten Entscheidung zu erhöhen. Außerdem könnte es Verbesserungsvorschläge geben, die im Nachhinein nicht mehr berücksichtigt werden können.

Gibt es denn Verbesserungsvorschläge?

Zumindest beim Tuspo hat man sich schon einmal Gedanken gemacht. Wichtig ist ihm natürlich die weitere Nutzung seiner Räumlichkeiten. Aber er denkt auch an die Zukunft. Wenn schon die Bagger anrücken, könnte gleich ein alter Tuspo-Wunsch (von dem auch andere Grebensteiner Fußballvereine profitieren würden) realisiert werden: Ein Kunstrasenplatz. „Man könnte den Fußballplatz drehen, und zusätzlich in Richtung Freibad einen Bolzplatz anlegen, der von den Badbesuchern genutzt werden könnte“, hat Mazrekaj einen solchen Vorschlag.

Bis wann wird die Entscheidung fallen?

Das ist offen. Ursprünglich hoffte Bürgermeister Danny Sutor, im Herbst Zahlen vorlegen zu können. Der Herbst ist vorbei, und auch die Landtagswahl, vor der, so sagen viele hinter vorgehaltener Hand, die öffentlichen Töpfe am leichtesten anzuzapfen sind. Förderprogramme gibt es viele, doch nur manche sind kombinierbar, wie Sutor, der derzeit krank ist, in der Vergangenheit stets betonte. Frühestens im Frühjahr, so ist derzeit aus Politikerkreisen zu hören, werde die Kommission Ergebnisse präsentieren.

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