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Danny Sutor vor der Wahl über Motivation und Ziele

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Von: Nela Müller

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Vor dem Grebensteiner Rathaus: Bürgermeister Danny Sutor möchte weitere sechs Jahre das Amt innehaben.
Vor dem Grebensteiner Rathaus: Bürgermeister Danny Sutor möchte weitere sechs Jahre das Amt innehaben. Er steht als einziger Kandidat am Sonntag zur Wahl. © Tanja Temme

Am kommenden Sonntag, 8. Mai, steht in Grebenstein die Bürgermeisterwahl an. Amtsinhaber Danny Sutor (parteilos/54 Jahre) ist der einzige Kandidat.

Grebenstein – Auch 2016 war der Amtsinhaber der einzige Kandidat. Stimmen die Grebensteiner für ihn, dann ginge Sutor in seine dritte Amtszeit. Wir haben im Vorfeld der Wahl mit ihm über die vergangenen Jahre als Bürgermeister gesprochen, welcher Kritik er sich stellen muss und welche Ziele er für die Stadt und deren Bürger hat.

Zwei Amtszeiten

Zwölf Jahre im Amt – da kann man einige Projekte von Vorgängern weiterführen, aber auch eigene anstoßen und umsetzen. Wenn Sutor einen Blick auf die vergangenen Jahre wirft, dann ist er auf so manche Maßnahme schon sehr stolz. „Dazu gehört auf jeden Fall das neue Freibad. Ohne Förderprogramm wäre ein Neubau nicht realisierbar gewesen“, sagt Sutor. Diesen Zuschuss, nämlich vier Millionen Euro von Bund und Land zu bekommen, sei ein ziemlicher Kraftakt gewesen. Die Gesamtkosten des Baus betragen um die 4,5 Millionen Euro.

Und dann ist da die „Ewigkeitsbaustelle“, wie die Sanierung des Hauses Marktstraße 28 genannt wurde. Nach fast 20 Jahren konnte das historische Bauwerk im September 2021 wieder eröffnet werden. In dem Kulturdenkmal befindet sich nun eine Pflegeeinrichtung der Immenhäuser Philippstiftung. „Oft wurde die Baustelle als Berliner Flughafen belächelt. Doch schon nach Beginn der ersten Arbeiten wurde schnell klar, dass mehr zu tun war, als zunächst gedacht“, berichtet Sutor. 2010, zum ersten Mal zum Bürgermeister gewählt, wurde er damit konfrontiert. Immer wieder tauchten über die Jahre unterschiedliche Probleme auf. „Ich bin sehr froh. dass wir dieses Projekt in die Städtebauförderung bekommen haben, sonst wären wir mit kommunalen Mitteln im siebenstelligen Bereich gewesen“, sagt Sutor.

Motivation

Die Frage, weshalb er ein drittes Mal für den Posten kandidiert, kann Sutor schnell beantworten: „Es ist mein Ansporn, Dinge, die ich begonnen habe, auch zu Ende zu bringen.“ Dazu gehöre beispielsweise die weitere Digitalisierung der Verwaltung. Zudem sieht Sutor es als Herausforderung, in Zeiten knapper Kassen richtig zu agieren. „Wir müssen uns die Fragen stellen: Was wollen wir? Was ist Luxus? Wollen und können wir uns diesen leisten?“, sagt der Bürgermeister. Als weitere Motivation nennt er die kritische Diskussion, die er weiterhin mit den Bürgern und den Fraktionen führen möchte. „Es ist mir sehr wichtig, die Meinungen anderer zu hören,“ führt er aus.

Grebensteiner Bürger

Deren Betrachtungsweisen zu bestimmten Themen und Projekten zu erfahren, ist aus Sutors Sicht bedeutend. „Besonders dann, wenn eine direkte Betroffenheit besteht, ist eine Bürgerbeteiligung ein gutes Instrument“, sagt er. Dennoch sollten sich die Menschen darüber im Klaren sein, dass die Entscheidungsebene am Ende von der Politik zu treffen sei. Dass Nöte und Bedürfnisse aber auch gehört und umgesetzt werden, zeige das Beispiel des Gartens der Grebensteiner Kulturwerkstatt. „Uns wurde verdeutlicht, dass es unbedingt nötig sei, die Wiese einzuzäunen, damit sich Hunde dort nicht erleichtern“, sagt Sutor. Der Zaun sei in der ursprünglichen Planung nicht vorgesehen gewesen. Man habe den Vorschlag ernst genommen und sich für den Zaun entschieden, der inklusive Fundament und Mauer laut Sutor rund 30 000 Euro gekostet hat.

Ziele

Ziele für die kommenden Jahre hat Sutor viele. Ganz oben stehen weitere Betreuungsplätze. „Die sind für die Familien nötig, weil viele Kinder schon in ganz jungen Jahren in die Kita gebracht werden.“ Die Lösung, Kita, Stadt- und Schulbibliothek in einem Neubau bei der Grundschule zu kombinieren, sieht er als Vorteil: „Mit Kita, Grundschule und weiterführender Schule haben wir so ein zentriertes Bildungsangebot.“ Weiterhin soll die Barrierefreiheit an vielen Stellen ausgebaut werden. „Ob Bushaltestellen oder Dorfgemeinschaftshäuser: Wir wollen uns für die Belange unserer Senioren und Gehandicapten einsetzen“, sagt Sutor. Er wolle für alle ein „wohnenswertes Grebenstein“ schaffen.

Kritik

Oft sind es die Bürgermeister, die verantwortlich gemacht werden, wenn etwas nicht läuft wie geplant. Wie geht man als Amtsinhaber damit am besten um? „Man muss für seine Überzeugungen einstehen und gleichzeitig auch wissen, dass man nicht immer Recht hat“, betont Sutor. Dann sei es wichtig, in die Diskussion einzutreten. „Da geht es nicht um meine eigenen Befindlichkeiten, sondern um das beste für die Menschen und die Stadt.“ (Nela Müller)

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