Bürgermeister kündigt erneuten Vorstoß an

Erhöhung der Kita-Gebühr in Grebenstein vertagt - nur das Essen wird teurer

Grebenstein. Eine Erhöhung der Kindergartengebühr in Grebenstein für das neue Kindergartenjahr ist vom Tisch. Erledigt hat sich das Thema aber nicht. 

Für Spätherbst kündigte Bürgermeister Danny Sutor einen erneuten Vorstoß an. Teurer wird hingegen das Essen im Kindergarten. Statt 2,50 Euro wird es künftig drei Euro kosten. 

Der Vorschlag von Bürgermeister Danny Sutor, die Kindergartengebühren in Grebstein um gut zehn Prozent zu erhöhen, schlug bei den politischen Parteien hohe Wellen. Nachdem sich Ablehnung quer durch die Fraktionen abzeichnete, zog der Verwaltungschef den Vorschlag zurück. Er wollte die Parlamentarier mit dem Vorstoß auf die Problematik des drastisch gestiegenen Defizits hinweisen, sagte er. Aus einer vorgelegten Aufstellung ging hervor, dass in den vergangenen vier Jahren die Personalkosten um 20 Prozent gestiegen seien. Ursache sei die Höhergruppierung der Erzieherinnen, die Zunahme von Integrationsmaßnahmen und die stärkere Nachfrage nach Krippenplätzen durch unter Dreijährige.

Der Steigerung der Personalkosten um 230.000 Euro stünden aber nur 15.000 Euro an Mehreinnahmen durch die Kindergarteneltern entgegen. Um die Diskrepanz nicht größer werden zu lassen, müsse man gegensteuern. Auch wenn er seinen Antrag jetzt zurück ziehe, so werde im Herbst, wenn es um den Haushaltsplan 2018 geht, erneut um das Thema gehen, kündigte Sutor an, dass eine Gebührenerhöhung für ihn nur aufgeschoben, nicht aber aufgehoben ist.

Die Sprecher aller drei Rathausfraktionen nahmen die Rücknahme des Antrags positiv zur Kenntnis. Grebenstein sei eine familienfreundliche Stadt, sagte Wilhelm Neutze (SPD). Eine Möglichkeit, Familien zu fördern, wären niedrige Kindergartengebühren. Der Regelgruppenbesuch von 8 bis 13.30 Uhr kostet in Grebenstein 125 Euro. Dass der Bürgermeister das Thema im Herbst erneut anschneiden wolle, nehme man zur Kenntnis. Die SPD bleibe aber bei ihrer Linie, Kindergartenplätze günstig anzubieten. Den Essenszuschuss könne man von 2,50 auf 3 Euro erhöhen, da dies gerechtfertigt sei.

Im Herbst werde man erneut über das Thema reden, sagte auch Melanie Burghardt (CDU). Die Erhöhung des Essenspreise könne man mittragen, da die gute Qualität der Mahlzeit erhalten werden soll. „Für viele Kinder ist es die einzige warme Mahlzeit am Tag“, sagte Burghardt.

Die angemessene Bezahlung von Erzieherinnen sei eine gesamtwirtschaftliche Aufgabe, sagte Hubert Christen (FDP). Tariferhöhungen allein auf die Schultern der Eltern abzulegen, sei aber falsch. Der Erhöhung des Essensgeldes auf drei Euro könne man schweren Herzens zustimmen. 3,20 Euro wären kostendeckend,hatte Danny Sutor ausgerechnet.

Rubriklistenbild: © dpa-avis

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