Einzug in Verwaltungsgebäude der ehemaligen Firma Fräger

Erste Flüchtlinge in Grebenstein angekommen

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Während in der oberen Büroetage schon fast alles fertig ist, muss im unteren Bereich des ehemaligen Fräger-Gebäudes noch viel getan werden. Hajo Ullrich und Frank Bertram vom Landkreis Kassel besprechen hier mit den beiden Helfern Gunnar Reimann und Fatjon Dedja aus Albanien die nächsten Aufgaben (von links).

Grebenstein. 32 Flüchtlinge, darunter vier Familien und acht Alleinreisende, haben am Mittwoch das Verwaltungsgebäude der ehemaligen Firma Fräger in Grebenstein bezogen.

Etwa 160 Asylsuchende sollen in näherer Zukunft noch hinzukommen. Sie werden in den Hallen leben, die mit dem Verwaltungsgebäude räumlich verbunden sind.

„Wann genau die Hallen voll belegt werden, wissen wir nicht“, sagt Jörg Roßberg vom Landkreis Kassel, der die Gemeinschaftsunterkunft betreibt. Das liege daran, dass die Anzahl der Flüchtlinge, die jeden Woche auf den Landkreis verteilt werden, variiere. Diese Woche kamen zum Beispiel 55 Menschen an, die ersten drei Wochen im neuen Jahr waren es jeweils 145. „So kann es also sein, dass wir die Hallen bereits Mitte Februar anfangen weiter zu belegen oder sich das Ganze noch hinauszögert.“

Die neuen Bewohner in Grebenstein werden Alleinreisende und Familien sein. Laut Landkreis werden die Gruppen bewusst gemischt, um Normalität in den Unterkünften zu schaffen. „Außerdem geht es einfach etwas harmonischer zu, wenn Kinder und Familien dabei sind“, so Roßberg.

Die Menschen werden in Wohnkomplexen leben, die mit Holzfaserplatten abgetrennt sind. Sie sind mit zwei Hochbetten für vier Personen und einem Schrank eingerichtet. „In der Einrichtung wird es auch eine Küche geben, in der die Flüchtlinge selber kochen sollen“, sagt Roßberg. Auch einkaufen sollen sie selbst. „Wir versuchen, die Selbstständigkeit der Menschen soweit es geht zu fördern.

Zwei Sozialarbeiter mit jeweils einer halben Stelle, die eigentlich an anderen Stellen eingesetzt sind, werden sich jetzt erstmal um die Einrichtung kümmern. Doch Personalgespräche liefen bereits, um eine feste, neue Stelle zu besetzen. Ein Schlüssel schreibt vor, dass pro 50 Flüchtlingen ein Betreuer da sein muss.

Bürgerversammlung am Freitag

Eine Bürgerversammlung zum Thema wird es am Freitag, 5. Februar, ab 19 Uhr in der Kulturhalle in Grebenstein geben. „Wir hoffen, dass wir die Unterstützung der Bürger bekommen, denn das ist der Schlüssel für das Funktionieren der Einrichtung“ sagt Roßberg.

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