Friedrich-Wilhelms-Nordbahn: Platzbau ist umstritten

Grebenstein. Über den Bau eines Platzes auf dem Bahndamm der Friedrich-Wilhelms-Nordbahn in Grebenstein entscheidet am Montag das Stadtparlament.

Doch bereits jetzt zeichnet sich ab, dass die Meinungen über den Umfang des Projekts auseinandergehen. Die CDU drängt auf eine kleinere Variante. „Wir standen dem Projekt in dem aktuellen Umfang von Beginn an kritisch gegenüber“, heißt es in einer Mitteilung der Christdemokraten.

Grundlage für diese Haltung sei der „überzogene Ansatz der Neugestaltung“. Rund 350.000 Euro sollten laut bisheriger Planung in Bau und Gestaltung des Platzes fließen, erklärt Björn Gibhart (CDU). Die Christdemokraten sehen das angesichts der Haushaltslage als zu teuer an und wollen einen reduzierten Bau - ohne Treppe in die Unterstadt - für 250.000 Euro.

Es handele sich um ein historisches Bauwerk im Stadtkern von Grebenstein. Eine Umgestaltung auf Basis der aktuellen Planungen sei übertrieben und im Hinblick auf die schwierige Haushaltslage auch finanziell in diesem Umfang nicht mit gutem Gewissen zu vertreten. „Wir benötigen in Grebenstein nicht noch einen weiteren Platz, der uns mehr Geld kostet, als wir dafür aufwenden können“, sagt die CDU.

Dies zeige der Platz am Freienhof, der werde ebenfalls nicht in der gewünschten Art und Weise durch die Bevölkerung genutzt. Das gleiche werde auch mit dem Bahndamm der Friedrich-Wilhelms-Nordbahn passieren.

Die CDU habe mehrfach versucht, die Planung dahingehend zu verändern, dass man das Bauwerk zwar saniert und optisch ansprechend gestaltet, jedoch den ursprünglichen Charakter bewahrt und erhält.

Am Montag soll es darum gehen, die Überschreitung des Kostenrahmens durch einen verkleinerten Entwurf abzufangen. Die SPD Fraktion habe sich jedoch gegen diese Reduzierung ausgesprochen - sie wolle im Gegenteil eine Erweiterung der Entwurfsplanung um einen Boule-Platz.

Bürgermeister Danny Sutor plädiert dagegen für eine Umsetzung des bestehenden Entwurfs: Durch Zuschüsse bliebe für die Gemeinde nur ein Eigenanteil von 28 Prozent. Zudem sei der Entwurf im Rahmen des Wettbewerbs des Städtebaupreises ausgezeichnet worden.

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