Kleinstadt war bislang ein "weißer Fleck"

Göttinger Firma will in schnelles Internet für Grebenstein investieren

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Glasfaserkabel, hier bei der Vorstellung in Liebenau, sollen bald auch in Grebenstein verlegt werden und dort für schnelles Internet sorgen.

In Grebenstein und seinen Ortsteilen soll es schon bald schnelles Internet geben.

Während in umliegenden Kommunen schon die Deutsche Glasfaser (DG) investierte und Leitungen verlegte, blieb Grebenstein ein weißer Fleck, was das schnelle Internet anbelangt.

Vor drei Monaten noch schilderte Bürgermeister Danny Sutor im Parlament auf Anfrage der SPD den Ist-Zustand und wies darauf hin, dass es die Stadt sechs Millionen Euro kosten würde, wenn sie die Leitungen in Eigenregie verlege.

Am Montag präsentierte er erfreuliche Neuigkeiten. Die Verwaltung sei bereits seit zwei Jahren aktiv und suche nach Lösungen. Jetzt habe man zwei Anbieter, die bereit seien, Grebenstein zu versorgen. Zum einen die Firma Deutsche Glasfaser, die beispielsweise in Reinhardshagen, Immenhausen und Calden aktiv ist, und die Göttinger Firma Götel, die etwa Hombressen mit einem Glasfasernetz versorgen werde.

Um eine gute Verhandlungsposition mit beiden zu haben, hätte die Verwaltung Zwischenergebnisse der Gespräche nicht öffentlich gemacht. „Jetzt sind Ergebnisse da, jetzt gehen wir damit ins Parlament“, sagte ein sichtlich zufriedener Bürgermeister. Die DG verlange eine Anschlussrate von 60 Prozent, damit sie aktiv werde. Bei Götel habe man diese Anschlussquote auf 40 Prozent drücken können. Außerdem verlange Götel von den Hauseigentümern keine Anschlussgebühr. Auch sei das Unternehmen bereit, bei der Berechnung der Quote bestimmte Straßenzüge auszunehmen, sollte dort bereits ein anderes Unternehmen eine schnelle Verbindung anbieten. Ein weiterer Vorteil der Göttinger: Sie verlegen die Leitungen tiefer und geschützter als die DG, was spätere Erdarbeiten einfacher mache.

Zustimmung von allen Fraktionen

Zustimmung zu einem Vertrag mit Götel gab es von allen Fraktionen. Wilhelm Neutze wies darauf hin, dass es erfreulich sei, dass die Verwaltung aktiv gewesen sei. „Dann hat ja unsere Anfrage genutzt.“ Die Nachricht sei erfreulich, so auch Herbert Christ (FDP) und für ihn sei es zweitrangig, ob er sich bei der SPD oder dem Bürgermeister bedanken müsse. Hauptsache, Glasfaser bis ins Haus komme.

Zufrieden war auch Udenhausens Ortsvorsteher Jannik Langlotz. In dem Grebensteiner Ortsteil hatte der Ortsbeirat eine Unterschriftenaktion für schnelles Internet gestartet. 76 Prozent der Haushalte erklärten sich bereit, mit einem neuen Anbieter einen Vertrag zu unterzeichnen, wenn dieser Glasfaser anbiete. Die Liste übergab der Ortsvorsteher an den Bürgermeister.

Nach den Worten von Sutor wird die Verwaltung jetzt umgehend mit Götel Gespräche wegen des Zeitplans führen. Die Gebühren von Götel und der DG, so der Verwaltungschef auf Anfrage der HNA, seien für die Nutzer wenig unterschiedlich.

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