Radfahr-Training für Kinder 

Grebenstein: Beim Jugend-Fahrradturnier des ADAC drehte sich alles ums Thema Sicherheit

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Warten gehörte dazu: Am Start wurde geschaut, ob das Fahrrad auch sicher ist. Erst als Lehrerin Julia Busch das Warteschild herunternahm, konnte es für das nächste Kind losgehen. Hier warten Mika, Annabell und Tristan (von vorn) auf die nächste Runde, denn jedes Kind durfte zweimal den Parcours durchfahren.

Wie gut sie auf zwei Rädern zurechtkommen, wo es noch Defizite gibt und was noch geübt werden sollte, erfuhren Kinder beim ADAC-Jugend-Fahrradturnier am Samstag in Grebenstein.

Zum wiederholten Mal hatte die örtliche Burgbergschule in Kooperation mit dem Motorsportclub (MSC) Reinhardswald Hofgeismar und selbigen aus Espenau-Vellmar die Veranstaltung ausgerichtet.Obwohl Werner Praschek vom Espenauer MSC Kinder aus dem gesamten Landkreis und der Stadt Kassel eingeladen hatte, waren nur Mädchen und Jungen aus Grebenstein dabei. Gerade mal 26 zwischen acht und zwölf Jahren waren dem Angebot gefolgt. „Eigentlich alles was ein junger Radfahrer draufhaben muss, wird bei uns heute geübt und beäugt“, sagte Praschek, so müssten die Teilnehmer etwa rechts im Kreis mit nur einer Hand fahren, einen Spurwechsel machen oder zeigen wie richtig gebremst werde.

Ohne Schulterblick ging´s nicht los

„Hast du da nicht etwas vergessen?“, fragte am Start Betreuerin Bärbel Kuppe ein Mädchen, welches ohne Schulterblick losfahren wollte. Erst als sich das Kind noch mal umgeschaut hatte, gab es das Okay für den 200 Meter langen Parcours.

Jedes Kind bekam am Ende eine Medaille. Hier zeigen Kilian Fischer, Amelie Pries und Ben Paukstat ihre Auszeichnungen (von links).

Dass junge Menschen inzwischen motorische Einschränkungen haben und mit Stresssituationen schlechter zurechtkommen, weiß auch Lehrerin Julia Busch, die den Sportbereich an der Grundschule leitet. Veranstaltungen wie diese seien eine gute Gelegenheit, sicherer auf dem Rad zu werden und zudem ein gutes Training für den Fahrradführerschein, der in der vierten Klasse ansteht. Den hatten nämlich nicht wenige der Teilnehmer noch vor sich. Viele Kinder könnten auch Entfernungen und Geschwindigkeiten noch nicht gut abschätzen, ließen sich leicht ablenken, weshalb Veranstaltungen dieser Art Sinn machten, ergänzte Praschek.

Toter Winkel ist eine besondere Gefahr

Fragt man den Fachmann, wo Kinder besonders gefährdet im Straßenverkehr seien, so nennt er, ohne lange zu überlegen, den toten Winkel, meint damit Bereiche bei großen Fahrzeugen wie Lkw und Busse, die nicht einsehbar sind. Da Kraftfahrer oft den Bereich vor, hinter sowie auf der rechten und linken Fahrzeugseite nicht einsehen könnten, sollten Kinder unbedingt darauf hin geschult werden. „Das gilt auch für die Acht bis Zehnjährigen, die ja laut Vorschrift noch auf dem Gehweg fahren dürfen.“

Doch nicht nur fahrerischen Fähigkeiten wurden beim Turnier bewertet, auch die Räder wurden auf Sicherheit kontrolliert: Da wurde geschaut, ob Speichenreflektoren vorhanden sind, Scheinwerfer und Bremsenfunktionieren.

Kinder waren mit Spaß dabei

Dass die Kinder Spaß hatten, war nicht zu übersehen: „Ich fand’s gut, etwas schwer war nur im Kreis einhändig zu fahren und dabei eine Kette zu halten“, meinte Ben Paukstat aus Udenhausen. Viele der jungen Radfahrer wollen auch nächstes Mal wieder dabei sein, denn „gut Fahrradfahren zu können, ist wichtig“, hieß es da vonseiten der Kinder, die alle mit einer Medaille nach Hause gingen.

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