Besucherrekord und zu wenig Personal

Grebenstein: Bürgermeister Danny Sutor nennt Gründe für Bad-Schließung

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Luftbild des Grebensteiner Freibads

Grebenstein. Das geschlossene Freibad in Grebenstein zur besten Badezeit hatte in der Stadt für Verärgerung gesorgt. Bürgermeister Danny Sutor nahm in der Stadtverordnetensitzung Stellung.

Wie berichtet, war in der letzten Ferienwoche die Einrichtung geschlossen, weil der Schwimmmeister erkrankt war. Seit der Wiedereröffnung ist das Nichtschwimmer- und das Planschbecken außer Betrieb.

In der Stadtverordnetensitzung nahm jetzt Bürgermeister Danny Sutor ausführlich Stellung zu dem Thema.

Der Ärger sei nachvollziehbar, sagte er, wies aber auch darauf hin, dass über den Zustand des Bades an sich niemand überrascht gewesen sein dürfe. Seit Monaten beschäftigt der mögliche Neubau eines Bades die Politik. Der Bau ist nötig, weil das jetzige sehr in die Jahre gekommen ist und nicht dauerhaft instand gehalten werden kann. In diesem heißen Sommer hätte es folgende Situation gegeben, so Sutor.

 Hohe Nachfrage: Von 19. Mai bis 29. Juli sei das Bad ununterbrochen geöffnet gewesen. Die hohen Temperaturen, verbunden mit einer großen Anzahl von Badegästen, haben zu Problemen bei der Wasseraufbereitung geführt.

• Engpässe bei Versorgung: Wegen des historischen Sommers hätte es bundesweit Probleme bei der Versorgung mit Chemikalien und Gasen für die Badewasserhygiene gegeben. Auf Nachfrage aus dem Parlament sagte Sutor aber, dass die Stadt die nötigen Produkte erhalten hätte.

• Personal:Letztlich war die Schließung wegen des Ausfalls des Schwimmeisters nötig. Die Stadt habe sich aber schon im Januar um weiteres Personal bemüht. Auf eine entsprechende Stellenausschreibung habe sich niemand gemeldet. Eine Kooperation mit umliegenden Bädern sei gescheitert, da das Personal dort selbst benötigt wurde.

 Dienstleistung: Da die Personalknappheit bundesweit sei, wurden auch ins Auge gefasst, die Dienstleistung einzukaufen. Dies hätte zu Mehrkosten von 100 000 Euro geführt. Da man ohnehin mit 200 000 Euro Defizit rechne, sei dies keine Alternative gewesen.

• Nichtschwimmerbecken: Hier sei neben dem Zeitaufwand zur Herstellung der Wasserqualität noch die Gefahr hinzu gekommen, dass nach einer Inbetriebnahme mit einem Pumpenschaden hätte gerechnet werden müssen. Im schlechtesten Fall hätte man das Bad also länger geschlossen, um dann nach der Öffnung festzustellen, dass man wieder zumachen müsse. Deshalb habe man sich entschlossen, im Schwimmerbecken einen Teil für die Nichtschwimmer abzutrennen.

 Die gute Nachricht: Für das nächste Jahr geht die Stadt davon aus, dass der Badebetrieb normal läuft. Mit Nichtschwimmerbecken.

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