Grebenstein fordert Freiheit und Toleranz nach Anschlägen

Trauer und Protest nach Terror: In Paris bekundeten Politiker (hier der Bürgermeister von New York, Bill de Blasio, ihr Mitgefühl und ihre Solidarität, in Grebenstein will man das schriftlich tun. Foto: dpa

Grebenstein. Mit Welt- und Bundespolitik, die auch bis ins Lokale wirkt, werden sich die Grebensteiner Stadtverordneten in ihrer nächsten Sitzung am 2. Februar befassen.

Bürgermeister Danny Sutor hat eine Resolution vorgelegt, mit der das Parlament sich offiziell für Freiheit und Toleranz und gegen Gewalt und Ausgrenzung aussprechen soll.

Sutor begründet diesen Beschlussvorsschlag damit, dass die Anschläge in Paris und die außergewöhnlich große Anteilnahme weltweit gezeigt hätten, dass es sich bei dem Terror nicht um eine innerfranzösische Herausforderung handele. Die Morde an den Journalisten von „Charlie Hebdo“ stellten einen Angriff auf die Meinungs- und Pressefreiheit dar, die ein Kernelement unserer freiheitlich-demokratischen Kultur sei, wie der Bürgermeister formuliert.

Sutor: „In allen Städten und Gemeinden herrscht Betroffenheit über die Vorgänge der letzten Tage. Aber die lokale Demokratie ist wehrhaft.“

Auch vor Ort solle ein Zeichen gesetzt werden um mit dieser Resolutionen deutlich zu machen, dass die Bürgerinnen und Bürger sich in ihrem jeweils eigenen Umfeld für Toleranz, Meinungsfreiheit und gegen Gewalt aussprechen.

Ja zu Rechtsstaat 

DannySutor

Sutor: „Bei aller ethnischer, religiöser oder kultureller Verschiedenheit verbindet uns das Bekenntnis zu Verfassung, Rechtsstaat und Menschlichkeit. Das ist das Fundament unserer Gesellschaft vor Ort, in der wir alle friedlich miteinander leben können und wollen.“ Man wolle in Grebenstein deutlich machen, dass man alles dafür tun werde, um in der Stadt das hohe Gut der Meinungsfreiheit zu wahren und das friedliche Miteinander von Menschen gleich welcher ethnischer, kultureller oder religiöser Prägung in der Kommune zu schützen.

Eine Rolle spielt auch, dass Grebenstein mit Lezoux eine Partnerstadt in Frankreich hat und deshalb besondere Betroffenheit spürt. Zum Vorschlag gab es noch keine offiziellen Reaktionen, es ist aber damit zu rechnen, dass die Fraktionen des Stadtparlaments in der Sitzung eigene Stellungnahmen abgeben werden. Termin: Stadtverordnetensitzung, Montag, 2. Februar, 20 Uhr, Sitzungssaal Zehntscheune.

Von Thomas Thiele

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