Unkraut statt Arbeiter

Grebenstein: Sanierung des Hauses an der Marktstraße verzögert sich erneut

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Verzögerung: Am Haus an der Marktstraße in Grebenstein ist wieder einmal Stillstand. Der Termin für den Abschluss der Sanierung wurde bereits mehrfach verschoben. Jetzt ist vom Herbst 2019 die Rede.

Grebenstein. Die Sanierung des Gebäudes Marktstraße 28 in Grebenstein verzögert sich weiter. 17 Jahre nach Beginn der Planung wurde als neuer Fertigstellungstermin der Herbst 2019 ins Gespräch gebracht.

Das denkmalgeschützte Gebäude an zentraler Stelle in Grebenstein direkt gegenüber dem Rathaus ist seit Jahren Baustelle. Zum Ärgernis der Grebensteiner.

Die FDP-Fraktion wollte jetzt vom Magistrat wissen, warum es bei dem Projekt der Immenhäuser Philippstiftung, das von der Stadt finanziell gefördert wird, erneut zu Verzögerungen kommt.

Nach Rücksprache mit dem Bauherren teilte Bürgermeister Danny Sutor mit, dass es dafür eine Mehrzahl von Gründen gebe.

 Planungsänderung: Die ursprüngliche Planung sah vor, im Erdgeschoss eine Physiotherapiepraxis einzurichten. Jetzt wird geprüft, dort und im ersten Obergeschoss eine Wohngruppe mit häuslicher Beatmung unterzubringen. Dazu sei eine Umplanung nötig. Die Arztpraxis werde bleiben.

• Neue Vorschrift:Im ersten Obergeschoss soll, wie geplant, eine Tagespflege untergebracht werden. Da im März eine neue Heimmindestbau-Verordnung in Kraft trat, müsse ebenfalls umgeplant werden.

Bürgermeister Danny Sutor

• Insolvenz: Die beauftragte Dachdeckerfirma ging nach dem Tod des Geschäftsführers insolvent. Die Restarbeiten mussten neu ausgeschrieben werden.

• Falsches Planungsbüro: Die Philippstiftung wollte ursprünglich für die Sanierung das Kasseler Planungsbüro RSE beauftragen, mit dem man gute Erfahrungen hatte. Das Hessische Sozialministerium aber habe „als Bedingung für eine Förderung“ einen Wechsel des Büros verlangt. 

Dieses Büro entpuppte sich aber aus Sicht des Bauherrn als Fehlgriff. „Neben einer Vielzahl von krankheitsbedingten Ausfallzeiten ohne Vertretung erscheint uns (Philippstiftung) auch eine fachliche und zeitliche Überforderung des zuständigen Bauingenieurs vorzuliegen“, heißt es in einem Brief an die Stadt. „Das kann ich nur unterschreiben“, sagt auch Bürgermeister Danny Sutor. Selbst „relativ simple Vorgänge nehmen unverhältnismäßig viel Zeit in Anspruch.“

• Kündigung nicht möglich: Eine Kündigung des Vertrags mit dem Büro sei nicht möglich. Die Gründe: Ein neues Büro brauche ein Jahr zur Einarbeitung. Und, was wichtiger ist: Eine Kündigung des Vertrages mit dem jetzigen Büro birgt die Befürchtung, dass es damit auch aus der Haftung entlassen wird.

Jetzt soll ein zusätzliches Planungsbüro hinzugezogen werden. Laufe alles optimal, könne mit einer Fertigstellung in zwölf Monaten gerechnet werden, sagen Bauherr und Stadt.

Die profitable Einrichtung ist lange fertig

Das Projekt an der Marktstraße in Grebenstein bestand ursprünglich aus zwei Teilen: Denkmalgeschützte Scheunen im hinteren Teil durften abgerissen werden, wenn im vorderen Teil das Gebäude erhalten wird. Die Scheunen wurden bald abgerissen, vor zehn Jahren begann dort der Bau für das Betreute Wohnen. Die Wohnungen sind belegt, der profitable Teil des Projektes läuft. Die zugehörige Sanierung des Hauptgebäudes verzögert sich hingegen seit Jahren immer wieder.

Aus dem Parlament:

Verkehrsspiegel nur für Kinder Grebenstein

Ein neuer Verkehrsspiegel wurde nahe des Jungfernturms in Grebenstein angebracht. Dies geschah nach den Worten von Bürgermeister Danny Sutor auf Initiative des Elternbeirats und Fördervereins Kindergarten und Grundschule. Weil der Spiegel den Kleinen dienen soll, den fließenden Verkehr einzusehen, wurde er auch so eingerichtet. Erwachsene, oder Radfahrer, die ihn nutzen möchten, müssten deshalb etwas in die Hocke gehen.

Pünktliche Zahler in Grebenstein

Die landesweit heiß diskutierten Straßenbeitragssatzung führte in Grebenstein zu einer Anfrage der SPD-Fraktion. Sie wollte wissen, wie viel die Stadt hier einnimmt. In den vergangenen Jahren seien rund 900 000 Euro ausgegeben worden. Die Anlieger mussten davon im Schnitt knapp die Hälfte bezahlen, so Bürgermeister Danny Sutor. Lobend erwähnte er dabei, dass die Betroffenen pünktlich bezahlt hätten. Außenstände habe die Stadt hier keine mehr, Zahlungsausfälle habe es nicht gegeben.

Neun von 13 Bauplätzen reserviert

Das neue Baugebiet in Grebenstein „Hinter den Steinhöfen“ nahe der Landesstraße nach Udenhausen wird gut nachgefragt. Neun von 13 Bauplätzen seien so gut wie verkauft, sagte Bürgermeister Danny Sutor bei der Sitzung der Stadtverordneten am Montag. Einer der Bauwilligen komme von außerhalb, der Rest aus Grebenstein.

Quelle sprudelt auch bei Dürre

Die anhaltende Dürreperiode im Sommer hatte keine Auswirkungen auf die Quelle Erlenborn, aus der der Ortsteil Udenhausen versorgt wird. Auf Anfrage der CDU sagte Bürgermeister Danny Sutor, dass die Schüttmenge unverändert bei 8,5 Kubikmeter je Stunde liege. Die nötige Ultrafiltrationsanlage sei inzwischen in Auftrag gegeben worden. Das habe sich verzögert, weil eine kleine Anlage gefunden werden musste, die auch in das bestehende Gebäude passt.

Deutsche Eiche macht weiter

Das Pachtverhältnis bei Gaststätte und Hotel „Deutsche Eiche“ wurde bis April verlängert. Das sagte Bürgermeister Danny Sutor. Was der Besitzer damit langfristig vorhabe, sei der Stadt nicht bekannt: „Er lässt sich nicht in die Karten sehen.“ Die Stadt begrüße die Fortführung nicht nur wegen des Gastronomiebetriebes. Vor allem die Hotelbetten seien für die Region sehr wichtig.

Straßenbau beginnt in dieser Woche

Die Arbeiten zur Sanierung der Ortsdurchfahrt in Udenhausen sollen in dieser Woche beginnen. Nach den Worten von Grebensteins Bürgermeister Danny Sutor haben die Vorarbeiten bereits stattgefunden. Jetzt können die eigentlichen Arbeiten starten. Wie mehrfach berichtet, soll die marode Straße in zwei Bauabschnitten saniert werden. Weil HessenMobil als eigentlich zuständige Behörde keine Kapazitäten für die federführende Abstimmung und Ausschreibung parat hatte, übernahm die Stadt diese Aufgabe. Der erste Bauabschnitt soll bis Mai 2019 abgeschlossen sein.

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