Stadt wird zur Kneipenwüste

„Das ist eine Katastrophe für uns“: In Grebenstein schließen fast alle Gaststätten

+
Gaststätten in Grebenstein Am Gänsemarkt

Eine Gaststätte nach der anderen schließt in Grebenstein. Das Angebot für Tagestouristen wird immer kleiner. „Das ist eine Katastrophe für uns.“

Mit diesem Satz fasste Grebensteins Bürgermeister Danny Sutor zusammen, was in den nächsten Monaten gastronomisch auf die Stadt zukommt.

Nur noch ein Döner-Imbiss und das Bistro am Markt

In der nordhessischen Fachwerkstatt schließen fast alle Gastronomiebetriebe binnen kurzer Zeit. In der Stadt, die verstärkt auf Tagestouristen setzt, wird es, so wie es derzeit aussieht, im nächsten Jahr nur noch einen Döner-Imbiss und das Bistro am Markt geben. 

Drei Gastwirte hören auf. Die prominenteste Gaststätte, die vor dem Aus steht, ist die „Deutsche Eiche“.

Trend im Kreisteil geht zu Schließungen

Damit setzt sich im Kreisteil ein Trend fort, der schon seit Jahren zu beobachten ist. Mit „Reitz“ und „Busch“ haben in jüngster Vergangenheit zwei Traditionsgaststätten in Schöneberg und Hümme für immer geschlossen.

Für Grebenstein kommt die Schließung zur Unzeit. Gerade jetzt, da der Reinhardswald zum Naturpark wurde, hoffte die Stadt, die am Rande des Waldes liegt, auf verstärktes Interesse bei Besuchern. 

Mit dem europaweit einzigartigen Denklehrpfad und der Aussichtsplattform auf der Burgruine hat sie Alleinstellungsmerkmale, die andere aus Fachwerk-Sicht ebenfalls attraktive Nachbarstädte nicht bieten können.

Keine Gaststätte mehr für Tagestouristen

Doch nächstes Jahr wird es schwer, in Grebenstein zur Mittagszeit eine Gaststätte zu finden, die dann offen hat. 

Und gerade Tagestouristen wollen ja auch mal schnell „eine Kleinigkeit essen“, bedauert Sutor die Entwicklung. Das Bistro, das mit netter Bedienung und guten Speisen überzeugt, öffnet erst abends.

Statt Hotelbetten gibt es mehr Ferienwohnungen

Wer nach dem Essen im Ort übernachten will, muss vorplanen. Mit der Schließung der Deutschen Eiche fallen auch die letzten Hotelbetten in der Fachwerkstatt weg. 

„Das ist sehr bedauerlich“, sagt Sutor, verweist aber auch darauf, dass „die Zahl der Ferienwohnungen den vergangenen Jahren zugenommen hat“. Allerdings müssen Gäste hier meist mehr als eine Nacht bleiben,

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.