Schwimmer wollen ins Wasser

Grebensteiner fordern mit Unterschriftenliste die Öffnung des Freibads

Nik Balo (links) und Herbert Bauerfeind (rechts) übergeben Bürgermeister Danny Sutor (Mitte) Unterschriftenlisten
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Sie wollen Sommer ohne Freibad nicht hinnehmen: Nik Barlo (links) und Herbert Bauerfeind übergaben Grebensteins Bürgermeister Danny Sutor (Mitte) eine Petition, in der 100 Bürger die Öffnung des Bades wenigstens für Bahnenschwimmer, Vereine und Schulen fordern.

Zwei Grebensteiner haben den Kampf ums Grebensteiner Schwimmbad angetreten. Genauer gesagt um die Eröffnung des Freibades, die am Montag im örtlichen Stadtparlament zur Sprache kommen soll.

Nik Barlo und Herbert Bauerfeind übergaben Bürgermeister Danny Sutor eine Unterschriftenliste, in der sich 100 Bürger in einer Petition für die Öffnung der Einrichtung aussprechen. „Wenn es Calden, Reinhardshagen und Zwergen hinbekommen, warum dann nicht wir?“, fragte Künstler Barlo Anfang der Woche. Am Dienstag habe die Landesregierung Wiesbaden grünes Licht für Freibäder gegeben, weshalb man allein den Aufschub nicht verstehe.

Dass die Saison mit Einschränkungen verbunden sein wird, dafür haben die beiden Schwimmfans Verständnis. „Deshalb wollen wir erwirken, dass wenigstens Sportvereine, Schulen und Bahnschwimmer mit Saisonkarte ins Bad dürfen.“ Diese würden ihre Bahnen ziehen und dann wieder nach Hause gehen, hieß es.

Freibadöffnung in Grebenstein: Freibad ist erst saniert worden

Warum es in Grebenstein überhaupt unklar ist, ob das Bad „bei dem anstehenden Supersommer“ seine Pforten öffnen wird, kann auch Herbert Bauerfeind nicht verstehen: „Das Bad ist erst saniert worden. Außerdem kostet es jeden Tag viel Geld, weshalb man froh sein sollte, wenn etwas in die Kasse kommt“, sagt er. Nicht zu vergessen, dass die Hofgeismarer diesen Sommer ihr Freizeitbad sanierten, sodass sicher auch viele von dort Interesse am Schwimmen in Grebenstein hätten.

Hört man Bürgermeister Sutor, so kann man durchaus vernehmen, dass er bezüglich des sommerlichen Schwimmvergnügens einige Bedenken hat: „Es gibt einen 32-seitigen Hygieneplan, der umgesetzt werden muss“, entgegnet er den beiden Schwimmbad-Aktivisten.

Freibadöffnung in Grebenstein: „Das sollte doch drin sein“

Außerdem hätten sie zwei Becken, was eine zweite Aufsicht erforderlich mache, denn bei einer Öffnung sollten auch die Kinder ins Bad dürfen. „Wenn sich der Schwimmmeister richtig positioniert, hat er beide Becken im Auge. Sollte das nicht gewollt sein, dann wird für zwei Monate eine 450-Euro-Kraft eingestellt. Das sollte doch drin sein“, meinen Barlo und Bauerfeind.

Auch das Argument, dass der Hygieneplan schwer umzusetzen sei, wollen beide nicht glauben: „Ich habe mich in anderen Schwimmbädern schlau gemacht und das dortige Personal spricht von keinem sehr großen Aufwand“, ergänzt Barlo.

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