Bis Ende der Woche kein Badespaß

Bademeister ist krank: Grebensteiner Freibad bleibt geschlossen

Grebenstein. Das Grebensteiner Freibad ist seit Sonntag geschlossen. Voraussichtlich wird es noch die ganze Woche nicht zu nutzen sein. Der Grund: Der Bademeister ist erkrankt, einen Ersatz gibt es nicht.

„Wir bemühen uns fieberhaft, Ersatz zu finden“, sagte gestern Anke Wilhelm von der der Finanzverwaltung auf Anfrage unserer Zeitung, in Vertretung von Bürgermeister Danny Sutor.

Ohne Bademeister läuft in den meisten Freibädern im Kreis nichts, wie man auch in anderen Kommunen bestätigte. Zwar könne man zeitlich kurze Ausfälle verkraften, doch wenn er länger fehlt, bricht der Betrieb zusammen.

Die Kommunen, die ohnehin landauf, landab über das deutlich sechsstellige Defizit im Freibad-Bereich klagen, können nicht – quasi auf Vorrat – solche saisonal benötigten Fachkräfte vorhalten. Um die arbeitsrechtlichen Vorgaben erfüllen zu können, hat der Bademeister einen Gehilfen zur Seite, der ihn zu Stoßzeit wie zurzeit entlastet und an freien Tagen, die auch ein Bademeister hat, vertritt.

Das wäre auch in Grebenstein der Fall. Das Problem hier ist nicht die Aufsicht auf dem Freibad-Gelände. „Das könnten wir lösen“, heißt es im Rathaus. Schwierigkeiten bereitet die Technik. Sie muss täglich neu eingestellt werden. Denn die derzeitige Hitzewelle führt zu einem dazu, dass sich Bakterien im warmen Wasser schneller vermehren als im kühlen. Und: Die vielen Besucher, die derzeit Abkühlung in den Bädern suchen, bringen auch mehr Verunreinigungen ins Wasser. Doch die Technik im Grebensteiner Schwimmbad beherrscht nur der Bademeister. Jetzt sucht die Stadt eine Aushilfe, die morgens, mittags und abends diese Arbeit übernehmen kann. Wenn sich niemand findet, heißt es weiter: "Bademeister krank, Freibad geschlossen."

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