Konzert: Grebensteiner gewann Reise zur Rockband Deep Purple

Mittendrin: Tobias Schlutz traf die aktuellen Musiker von Deep Purple vor dem Konzert in der Festhalle Frankfurt und konnte mit ihnen plaudern (von links): Don Airey, Tobias Schlutz, Steve Morse, Ian Paice und Roger Glover. Foto: Privat

Grebenstein/Frankfurt. Der Anfang des Hardrock-Klassikers „Smoke on the water" gilt als bekanntestes Gitarren-Motiv der Rockmusik und jeder Musiker versucht sich einmal daran.

Tobias Schlutz (40), Lehrer an der Heinrich-Grupe- Schule in Grebenstein und Mitglied des Solling Swing Orchestra und der Swing Combo in Vellmar, beherrscht das Stück auch und schaffte es, sich damit einen Exclusiv-Besuch bei seinen Idolen der britischen Band Deep Purple zu erspielen.

In seiner Schulzeit in den 1980er Jahren war der 1975 geborene Schlutz der einzige in seiner Klasse, der sich für die vor allem in den 1970er Jahren populäre Musik der Bands Deep Purple und Queen begeisterte. Über den Queen-Sänger Freddy Mercury, der ein Opern-Fan war, sowie über seinen Vater bekam Schlutz auch Einblicke in die Welt der Oper und begeisterte sich über die Sänger, etwa die drei Tenöre, für die Welt der klassischen Musik. Er besuchte Konzerte und war mehrfach in der Opernarena von Verona. Die Platten- und CD-Sammlung der Familie ist außerordentlich und Schlutz besitzt inzwischen alle Aufnahmen der in sechs verschiedenen Besetzungen aufgetretenen Band Deep Purple - nur die Bootleg-Aufnahme „Emptiness, eagles and snow“ fehlt ihm noch.

Am Telefon gespielt 

Musikfan total: Tobias Schlutz konnte spontan auf dem Saxophon den Hit „Smoke on the water“ spielen und gewann damit. Er besitzt mit einer Ausnahme alle Platten der Band Deep Purple. Foto: Thiele

Große Hoffnung hatte er sich zunächst nicht gemacht, als er am vergangenen Donnerstag auf der Heimfahrt im Autoradio bei HR1 die Quizfrage hörte, ob jemand am Telefon den Anfang von „Smoke on the water“ spielen könne. Am nächsten Morgen gegen 8 Uhr rief Tobias Schlutz an und konnte nach zehn Minuten in der Warteschleife mit dem Saxophon sein Paradestück abliefern. 20 Minuten später bekam er den Anruf, dass er als einer von sechs Gewinnern ausgelost wurde, die am gleichen Abend gratis das Deep Purple-Konzert in Frankfurt besuchen konnten.

Tobias Schlutz bekam ein begehrtes Armband für den Bereich hinter der Bühne und in den Katakomben nahe der Garderobe lernte er dann die aktuelle Besetzung der Band kennen. Neben den frühen Bandmitgliedern Ian Paice (Schlagzeug) und Roger Glover (Bass) - Sänger Ian Gillan war noch nicht da - waren das zudem Don Airey (Keyboards) und Steve Morse (Gitarre).

Jedem die Hand geschüttelt 

„Ich habe jedem die Hand geschüttelt, die waren sehr nett und unheimlich locker“, berichtet Tobias Schlutz, der sich in ein CD-Booklet von allen vieren Autogramme geben ließ. Im Gespräch stellte er fest, dass Ian Pace Linkshänder ist, wie er selbst. Im anschließenden fast zweistündigen Konzert spielten Deep Purple neue Stücke, aber auch Klassiker wie Black Night, Perfect Stranger, Highway Star und natürlich Smoke on the water. Schlutz: „Sonst wären die Fans Sturm gelaufen. Und die Band spielt es immer noch gern“.

Ein Geheimnis bekam Tobias Schlutz auch noch heraus: Die Anfangsnoten von Smoke on the water stammen von Beethoven - es ist der Anfang der 5. Sinfonie (Schicksalssinfonie) rückwärts gespielt.

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