1. Startseite
  2. Lokales
  3. Hofgeismar
  4. Grebenstein

Gretel und Walter Bickert feiern Diamantene Hochzeit

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Gitta Hoffmann

Kommentare

Gretel und Walter Bickert feiern ihren Ehrentag gemeinsam mit Familie und Freunden.
Gretel und Walter Bickert feiern ihren Ehrentag gemeinsam mit Familie und Freunden. © Gitta Hoffmann

Walter und Gretel Bickert sind sicher, dass man gerade jetzt die Feste feiern muss, wie sie fallen.

Grebenstein - Deshalb freut sich das Paar besonders über seinen heutigen diamantenen Hochzeitstag, der selbstverständlich mit Familie und Freunden gefeiert wird.

Auch wenn die Chance besteht, dass sich Walter und Gretel Bickert bereits in ganz jungen Jahren über den Weg gelaufen sind – sie kommen beide aus Großalmerode – so lernte sich das Paar doch erst in einem dortigen Lokal kennen. Trotz des Altersunterschieds von vier Jahren, Gretel Bickert, geborene Ludolph war damals gerade mal 14 Jahre alt, sprang der Funke zwischen den jungen Leuten über und schon bald traf man sich frühmorgens auf dem Marktplatz.

„Er musste um 5.30 Uhr zur Arbeit nach Kassel fahren, ich erst um 6 Uhr nach Witzenhausen. Trotzdem war ich jeden Morgen da, um ihn mit einem Küsschen zu verabschieden“, teilt die 78-Jährige eine romantische Erinnerung und fügt gleich darauf lachend hinzu: „So blöd war man damals.“

Ehemann Walter erinnert sich, dass ihm seine Braut vier Jahre später mit den Worten „Jetzt bist Du ihr Vormund“ überreicht wurde, schließlich war sie bei der Heirat erst 18 Jahre alt und noch nicht volljährig. „Doch von der Vormundschaft ist nichts geblieben“, grinst er breit. „Heute hab’ ich nichts mehr zu sagen.“

In der ersten Zeit wohnte die junge Familie, die Tochter kam bald nach der Heirat, in einer kleinen Wohnung in Kassel. Erst neun Jahre später baute man in Grebenstein ein Eigenheim. „Wir waren die ersten hier in der Siedlung“ blicken Bickerts zurück, „jeder, der nach uns hier baute, kam, um Strom und Wasser bei uns zu holen. Wir haben gleich alle kennengelernt und die gute Beziehung zu den Nachbarn ist bis heute geblieben.“

Selbst als die Tochter bereits aus dem Haus war, gingen die Nachbarskinder bei dem gastfreundlichen Paar ein und aus. Auch die beiden Enkelkinder kamen später nur zu gerne zu Oma und Opa zum Essen und zum Spielen. Ein Urenkelkind macht die Familie heute komplett.

Das Paar an seinem Hochzeitstag.
Das Paar an seinem Hochzeitstag. © Repro: Gitta Hoffmann

Walter Bickert ist gelernter Schrift- und Maschinensetzer und hat unter anderem 22 Jahre lang bis zu seinem Ruhestand für die HNA gearbeitet. „Montags gehe ich immer noch bis zu 13 Kilometer wandern, dienstags steht Turnen auf dem Programm und mittwochs ist Urenkel-Tag“, beschreibt der 82-Jährige einen Teil seiner Wochenroutine. Früher hat er die Enkel gerne mit dem Bollerwagen aus dem Kindergarten abgeholt, was andere Kinder so toll fanden, dass sie am liebsten mit eingestiegen wären.

Gretel Bickert ist gelernte Schneiderin und dürfte vielen Grebensteinern noch von ihrer Tätigkeit als Stromableserin bekannt sein. Viele Jahre betreute sie nicht nur die eigene Mutter und die Schwiegermutter, auch für die Nachbarn war sie immer da. „Ich bin immer schon so was wie die Mutter der Kompanie gewesen. Für alle habe ich ein offenes Herz.“

Gemeinsame Urlaube zum Skifahren und Wandern in Österreich gehörten ebenso zum Leben der Bickerts wie ein dreiwöchiger Urlaub in Florida. Jedes Jahr fährt die ganze Familie zusammen im Sommer und vor allem über Silvester nach Dänemark. „Wir sind absolute Familienmenschen. Wir genießen das.“

Von Gitta Hoffmann

Auch interessant

Kommentare