Sie möchte zwischen Generationen vermitteln

Hannah Tinnefeld ist ab November die neue Pfarrerin in Grebenstein

Schon mal am Altar Probestehen: Hannah Tinnefeld wird ab November die Pfarrstelle in Grebenstein übernehmen. Die 28-Jährige folgt im Amt auf Nina Marie Nadolny.
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Schon mal am Altar Probestehen: Hannah Tinnefeld wird ab November die Pfarrstelle in Grebenstein übernehmen. Die 28-Jährige folgt im Amt auf Nina Marie Nadolny.

Das Stellenangebot kam kurzfristig: Seit drei Wochen weiß Hannah Tinnefeld, dass ihre erste Anstellung als Pfarrerin ab November in Grebenstein sein wird.

Grebenstein - Für die 28-Jährige war das eine glückliche Fügung. „Nach dem Vikariat kommt man in den Probedienst. Die Gemeinde beziehungsweise die Stelle ist nicht frei wählbar, sie wird angeboten“, erklärt Tinnefeld. Für sie war es aufgrund sozialer Kontakte wichtig, in der Nähe von Kassel zu bleiben. Dann kam der Anruf – nun also Grebenstein.

Die Buchstaben „MI“ auf dem Nummernschild ihres knallroten Autos zeigen, wo Hannah Tinnefeld ursprünglich herkommt: Bad Oeynhausen (Landkreis Minden-Lübbecke) ist die Heimatstadt der jungen Frau. Dort wuchs sie auf und absolvierte ihr Abitur. Danach ging es für sie nach Marburg, wo sie unter anderem Romanistik und Ethik auf Lehramt studierte. Dort lernte sie dann einige Theologen kennen, kam mit ihnen ins Gespräch und sie diskutierten. Der neue Berufswunsch der jetzigen Pfarrerin war geboren.

Für ihren ersten Einsatz als Pfarrerin hat Tinnefeld sich in Grebenstein auch schon ein paar Ziele gesetzt: „Ich möchte versuchen, zwischen den Generationen zu vermitteln und die Menschen untereinander zu vernetzen“, erklärt sie und fügt hinzu: „Als Pfarrerin will ich keine herausgehobene Position haben. Es geht mir darum, eine Basis mit Kirchenmitgliedern, Ehrenamtlichen und auch Nicht-Kirchgängern zu schaffen. Miteinander arbeiten ist mir sehr wichtig, nicht gegeneinander.“ Im besten Falle könne man so unter ein-ander vermitteln, die Grebensteiner zusammenbringen. „Ich habe natürlich auch mal darüber nachgedacht, wieder Richtung Ostwestfalen zu gehen, weil dort meine Familie wohnt. Aber ich fühle mich hier sehr wohl und habe viele Freunde“, sagt Tinnefeld, die bis vor kurzem noch als Vikarin in Ahnatal-Weimar eingesetzt war. Jetzt heiße es, Koffer und Umzugskisten zu packen und in das 16 Kilometer entfernte Grebenstein zu ziehen.

Was weiß Tinnefeld denn bereits über die Stadt, in der sie bald das Wort Gottes predigen wird? „Es gibt die schöne Burgruine und die alten Wehrtürme. Außerdem gibt es in der Region viele schöne Wanderwege“, antwortet sie.

Und wie sieht es aus mit der Anspannung, wenn sie an ihren ersten Gottesdienst vor der neuen Gemeinde denkt? „Da gehe ich so entspannt wie möglich ran. Ich bin sehr gespannt auf die Menschen und deren Wünsche. Gerade nach dem Pfarrstellenwechsel wünscht sich bestimmt der ein oder andere ein bisschen Beständigkeit“, sagt Tinnefeld, die im Amt auf Nina Marie Nadolny folgt.

Bisher ist geplant, dass die 28-Jährige am ersten Advent den Gemeinden offiziell vorgestellt werden soll. Darauf freut sie sich sehr: „Es macht mir viel Spaß vor Menschen zu sprechen.“ Und was die Menschen bewege, das erfahre sie bestimmt im Anschluss an den Gottesdienst in „vielen interessanten Gesprächen.“ (Nela Müller)

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