Hörgeschichten aus dem städtischen Kindergarten Grebenstein

Im Mini-Aufnahme-Studio: Anne, Renée, Nele, Carlotta, Emma und Ida (von links) produzierten wie weitere Vorschulkinder im Grebensteiner Kindergarten eine eigene, mit künstlich erzeugen Geräuschen untermalte Hörgeschichte. Foto: Binienda-Beer

Grebenstein. Kinder des städtischen Kindergartens produzierten zusammen mit Medienexperten eigene Hörgeschichten.

Da geht viel mehr als nur Daddeln. Dass ein Computer viele, gerade auch kreative Möglichkeiten bietet, erfahren in Grebenstein schon die Jüngsten. Im städtischen Kindergarten haben die angehenden Abc-Schützen in dieser Woche mit lebhafter Fantasie und unter technischer Anleitung Eindrucksvolles produziert: eigene kurze Hörgeschichten. Spannende, lustige, gruselige. Die liegen jetzt als Audio-CDs vor. Ihre Werke werden die kleinen Kulturschaffenden heute bei einem Elternnachmittag (16 Uhr im Kindergarten) vorstellen.

„Unser konzeptionelles Ziel ist, Kinder qualifiziert an Medien heranzuführen“, sagt Kita-Leiterin Virginia Heber. Dabei solle der Computer als Informationsquelle und Arbeitswerkzeug entdeckt werden. Für das aktuelle Medienprojekt hat sich der Kindergarten zwei Profis ins Haus geholt. Die Mitarbeiter von Pixel, Verein für Medien- und Kulturpädagogik (Kassel), schulten zunächst die Erzieherinnen intensiv und führten jetzt mit ihrer Unterstützung die Kinder an das Vorhaben mit dem wohlklingenden Titel „Ratter, knatter, zisch“ heran. Dieses ist eingebunden in das übergeordnete Projekt „Ene, mene, Medien“, das zu einem Großteil von der Hessischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (LPR Hessen) finanziert wird. Dass die Eltern der Grebensteiner Vorschulkinder hierbei komplett kostenfrei bleiben, ist einer 400-Euro-Spende des Lions Clubs Hofgeismar zu verdanken.

In der Projektwoche haben die Kinder verschiedene technische Aufnahmemöglichkeiten kennengelernt und ausprobiert. Töne wurden mit Audiorecordern gesammelt, Geräusche künstlich erzeugt und die eigene Stimme spielerisch eingesetzt. Spaß und Staunen lagen dicht beieinander, als mit Reiskörnern gefüllte Luftballons Hagel simulierten, zwei Kokosnusshälften für Pferdehufgetrappel sorgten oder Kartoffelmehl in einer Tüte Schritte im Schnee vermuten ließen.

Auch das menschliche Ohr als äußerst sensibles Organ wurde zum Thema. Schließlich die kleinen Hörgeschichten. Ohne Vorgaben durften die Kinder in Kleingruppen ihre Fantasie ausleben. Heraus kamen kurze Geschichten wie etwa „Dunkler Planet“ oder „Der böse Clown“. Abwechselnd haben die Kinder frei erfundene Textpassagen gesprochen und selbst produzierte Geräusche zur Untermalung beigesteuert. Als Mini-Aufnahmestudio diente der Turnraum.

Stolz wird jetzt jeder der kleinen Mitwirkenden eine Audio-CD mit nach Hause nehmen können. Für die zweite Hälfte der insgesamt 53 Vorschulkinder im Grebensteiner Kindergarten startet dasselbe Medienprojekt im Juli. Die in dieser Woche produzierten Grebensteiner Kita-Hörgeschichten sind ab Anfang kommender Woche auf der Website der LPR Hessen unter Medienkompetenz - Projekte - Ene, mene, Medien zu finden.

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