Elisabeth Flotho aus Grebenstein feiert heute Geburtstag

Humorvoll ist sie auch noch mit 101 Jahren

Elisabeth Flotho aus Grebenstein in ihrer Wohnung.
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Freut sich auf die zahlreichen Besucher: „Es ist das Wichtigste, dass wir alle schön beisammen sind“, sagt Elisabeth Flotho, die heute ihren 101. Geburtstag feiert.

„Es war wunderschön!“ Die Augen von Elisabeth Flotho strahlen, wenn sie sich an die Feierlichkeiten anlässlich ihres 100. Geburtstags im letzten Jahr erinnert.

Grebenstein - Ganz so groß wird in diesem Jahr nicht gefeiert, dafür aber in Etappen. „Am vorletzten Wochenende waren schon Gäste da, am letzten Wochenende auch und selbst am nächsten Wochenende kommen sie. In Etappen zu feiern ist richtig schön“, freut sich die rüstige Seniorin, die seit neun Jahren bei ihrer Tochter Elfie Kayser in Grebenstein lebt.

„Sie müssen auch kommen – ich kann ja nicht hin!“, fügt sie verschmitzt lachend hinzu. Den Humor hat Elisabeth Flotho, geborene Jost, auch mit über 100 Jahren nicht verloren.

Gerne scherzt sie mit ihren Töchtern, den vier Enkeln und sieben Urenkeln und genießt es, im Mittelpunkt zu stehen. Zu viel wird ihr der Trubel nach eigenem Bekunden nie, doch ihre Tochter muss sie manchmal ein wenig bremsen. „Meinst Du nicht, dass ich in diesem Jahr auch Gäste vor der Tür empfangen kann?“, fragt sie eifrig. Schließlich sei es im letzten Jahr so schön gewesen, als der Posaunenchor spielte, Lieder mit der Familie und zufällig vorbeikommenden Passanten gesungen wurden (dafür wurden eigens Liederhefte mit den Texten ausgeteilt) und 100 Ballons von den Geburtstagsgästen mit den besten Wünschen in den Himmel entlassen wurden. Mittendrin Elisabeth Flotho, sichtlich die Feier und vor allem die Anwesenheit ihrer Familie genießend.

„Bleib’ Du in diesem Jahr mal lieber oben am Fenster“, bremst Elfie Kayser ihre Mutter liebevoll. Dort könne sie die Glückwünsche auch bestens entgegennehmen und auch der Posaunenchor sei gut zu vernehmen. Ein wenig an Kraft habe sie im letzten Jahr schon verloren, gibt die 101-Jährige zu, doch es gehe ihr gut. „Essen und Trinken schmeckt noch, ich kann mich bewegen und ich kann jeden Tag meine Kreuzworträtsel lösen. Der HNA sei Dank.“

Tagsüber, wenn Elfie Kayser im Büro des Bauunternehmens Kayser ist, das Elisabeth Flotho gemeinsam mit ihrem Mann im Jahr 1947 gründete, ist ihre Mutter nicht allein, sondern wird privat betreut. „Das ist auch gut so. So ganz allein im Haus kriege ich es ja mit der Angst zu tun“, behauptet sie ganz ernst. Nur um Sekunden später in Gelächter auszubrechen.

Auch mit 101 Jahren sitzt dem Geburtstagskind der Schalk im Nacken – und sie nimmt der interviewenden Journalistin dann zum Abschluss das Versprechen ab: „Nächstes Jahr sehen wir uns doch wieder, oder?“ Nur zu gerne, Frau Flotho, nur zu gerne! (Gitta Hoffmann)

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