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Im künftigen Grebensteiner Freibad Glühwein am Beckenrand

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Von: Gitta Hoffmann

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Besucher auf der Baustelle des künftigen Grebensteiner Freibads.
Glühwein am Beckenrand: Etwa 100 Menschen waren der Einladung von Bürgermeister Danny Sutor gefolgt, um beim Baustellentermin etwas über die Baufortschritte von Grebensteins neuem „Freibad Plus“ zu erfahren. © Gitta Hoffmann

Bei kalten Temperaturen denkt wohl kaum jemand ans Freibad. Anders sieht es aus, wenn es am Beckenrand neben Informationen auch warme Getränke gibt.

Grebenstein – Die Stadt Grebenstein hatte zu „Glühwein am Beckenrand“ eingeladen, um vor Ort über den Neubau des Freibads zu berichten. Etwa 70 Menschen waren gekommen und erfuhren vom Bürgermeister beim zweiten Baustellentermin, dass die Baustelle sehr gut im Zeitplan liege.

Darüber sei er sehr erleichtert, sagte Danny Sutor, denn das gesamte Fördergeld muss innerhalb von 36 Monaten komplett ausgegeben und abgerechnet sein. „Das ist sehr ambitioniert, aber wir werden voraussichtlich Ende Juli/Anfang August 2023 fertig sein“, so Sutor weiter. „Die Saison schaffen wir damit leider nicht.“

„Ich bin froh, dass wir mit gefüllten Becken in den Winter starten können“, erklärte auch Werner Schierl, Leiter des Projektes Freibad Plus. „Das Wasser dient als Frostschutz für die Anlage, ist aber auch ein Schutz für die Folie. Wenn jetzt etwas in die Becken fällt, verursacht das keine Schäden.“

Die noch vorhandenen Wellen in der nicht verklebten Folie werden durch den Wasserdruck geglättet, wenn die Becken gänzlich gefüllt sind. Es sei nicht leicht gewesen, Material und Arbeiter zu bekommen. Aber mit ein wenig „Tricksen und Planen“ sei das gelungen. Zudem hätte man zum Glück noch bis November arbeiten können.

Der Landschaftsarchitekt der verantwortlichen Pauly Group erklärte, dass die Besucher der Veranstaltung in der alten Gastronomie stünden. Der künftige Kiosk solle Teil des Eingangsbereiches werden, wo auch der Schwimmmeister sein Büro hat und sich die Kasse befinden wird. „Es wird eine persönliche Kassiererin geben, aber auch die Möglichkeit, per Handy oder im Internet Karten zu erwerben“, ergänzte der Bürgermeister. Darüber hinaus kann man Mehrfachkarten erwerben.

Zwar wird es keinen Sprungturm im neuen Freibad Plus geben, aber zwei Boulderwände. Während eine dieser Kletterwände aus Spritzbeton auf festem Untergrund steht, wird die andere 3,5 Meter hoch sein und sich über die Wasserfläche wölben. Die Lagune wird mit speziellem hellem Sand gefüllt, der sich auf den Boden senkt und keine Trübung verursacht. Sie geht über in den Nichtschwimmerbereich. Dorthin führt an anderer Stelle auch eine Rampe, die es allen Menschen ermöglichen soll, leicht in und aus dem Wasser zu kommen. Vom Funktionsgebäude mit den Umkleidekabinen und Duschen ist es nur ein kurzer Weg bis zum Beckenrand.

Für die biologische Aufbereitung des Wassers sind keine Chemikalien notwendig. Man könne sogar das Niederschlagswasser sammeln, um es als Zwischenpuffer zu verwenden. „Das Wasser kann unbedenklich getrunken werden“, sagte Danny Sutor, „ich selbst habe es in Göttingen-Weende ausprobiert und es ist mir bekommen.“

Die Fotovoltaikanlage auf den Dachflächen wird eine Luftwärmepumpe betreiben und somit warmes Wasser für die Duschen bereiten, aber nicht das Wasser des Freibades wärmen. Das bleibt ungeheizt. (Gitta Hoffmann)

Der Planer vor dem künftigen Schwimmbecken.
In der alten Gastronomie: Dort, wo Werner Schierl über das künftige Schwimmbad informierte, war einst die Gastronomie des alten Schwimmbades. © Gitta Hoffmann

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